Forschungskonferenz analysiert KI-Einfluss auf Wirtschaft und Geldpolitik
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Forschungskonferenz analysiert KI-Einfluss auf Wirtschaft und Geldpolitik

Die 8. Jährliche Forschungskonferenz der Banco de España widmet sich am 13. und 14. November 2025 in Madrid der Ökonomie der Künstlichen Intelligenz. Experten diskutieren deren Auswirkungen auf Geldpolitik, Finanzstabilität und Arbeitsmärkte.

KI-Modelle für Geldpolitik und Finanzstabilität

Die zweitägige Konferenz, eröffnet von Soledad Núñez, stellvertretende Gouverneurin der Banco de España, versammelt führende Ökonomen zur Diskussion der KI-Transformation.

Im Fokus stehen innovative KI-Modelle zur Analyse nichtlinearer heterogener Agenten und deren Implikationen für die Geldpolitik.

Hanno Kase von der EZB und Leonardo Melosi vom EUI präsentieren Forschung zu neuronalen Netzen in ökonometrischen Modellen.

Eine weitere Session beleuchtet die Rolle von KI im Beziehungs-Lending und die institutionelle Vermögenspreisgestaltung, mit Beiträgen von Leonardo Gambacorta von der BIZ.

Die Diskussionen unterstreichen die Notwendigkeit, traditionelle ökonomische Modelle an die Komplexität der KI-Ära anzupassen und neue Prognoseinstrumente zu entwickeln.

Arbeitsmarkt und Inflationsprognosen im Wandel

Die Konferenz beleuchtet zudem die Auswirkungen generativer KI auf Produktivität und Arbeitsmärkte.

Alexander Bick von der Federal Reserve Bank of St. Louis präsentiert Forschung zur schnellen Adaption generativer KI, während Dimitris Papanikolaou vom Kellogg School of Management die breiteren Effekte von KI auf den Arbeitsmarkt untersucht.

Abschließend werden neue Ansätze zur Inflationsprognose und Zentralbankkommunikation vorgestellt, darunter KI-gestützte Analyse von Zentralbank-Statements durch Sophia Kazinnik (Stanford HAI) und Michele Lenza (EZB).

Eine Keynote von Jesus Fernández Villaverde (University of Pennsylvania) widmet sich Deep Learning in der Ökonomie.