Spanische Banken: Gewinn und Kapitalquote steigen trotz Zinsrückgang im ersten Halbjahr 2025
Die Profitabilität des spanischen Bankensektors verbesserte sich im ersten Halbjahr 2025 um 10 Prozent, mit einem ROA von 0,97 Prozent und einem ROE von 14,6 Prozent. Auch die Kapitalquoten stiegen, obwohl der Nettozinsertrag sank.
Gewinnwachstum trotz schrumpfender Zinsmargen
Die Profitabilität des spanischen Bankensektors stieg im ersten Halbjahr 2025 um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Return on Assets (ROA) erreichte 0,97 Prozent, während der Return on Equity (ROE) um 0,6 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent zulegte.
Dieses Wachstum wurde durch höhere Netto-Provisionserträge, geringere Steueraufwendungen und sonstige betriebliche Erträge, insbesondere durch kleinere Anpassungen für Hyperinflation in Argentinien und der Türkei, gestützt.
Der Nettozinsertrag, der seit 2021 der Haupttreiber der Profitabilität war, sank jedoch aufgrund niedrigerer Nettozinsmargen inmitten der geldpolitischen Lockerung.
Spanische Banken übertrafen mit einem ROA von 1 Prozent den europäischen Durchschnitt von 0,75 Prozent um 25 Basispunkte.
Kapitalpolster wächst, internationale Beiträge variieren
Die Solvenz des spanischen Bankensystems verbesserte sich ebenfalls.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg im Juni 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent, während die Verschuldungsquote um 12 Basispunkte auf 5,8 Prozent zulegte.
Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die Kapitalakkumulation zurückzuführen, die das Wachstum der risikogewichteten Aktiva übertraf.
International gesehen trugen Spanien und Mexiko in den letzten Jahren am stärksten zur Profitabilitätssteigerung bei.
Im ersten Halbjahr 2025 sank der Beitrag Mexikos jedoch, bleibt aber mit 26 Prozent der Gesamterträge ein wichtiger Faktor, nach Spanien mit 39 Prozent.
Einmalige Effekte kaschieren strukturelle Herausforderungen
Die positiven Profitabilitätszahlen des spanischen Bankensektors im ersten Halbjahr 2025 sind stark von Einmaleffekten geprägt.
Der Rückgang der Nettozinserträge deutet auf ein weniger günstiges Umfeld für nachhaltiges Gewinnwachstum in den kommenden Quartalen hin.
Trotz robuster Solvenzquoten muss der Sektor strukturelle Anpassungen vornehmen, um langfristig widerstandsfähig zu bleiben.