Eurosystem-Bilanz: Fremdwährungsposition steigt, Basisgeld sinkt
Die Fremdwährungsposition des Eurosystems stieg in der Woche bis zum 30. Januar 2026 um 0,2 Mrd. Euro auf 332,3 Mrd. Euro. Gleichzeitig sank das Basisgeld um 11,3 Mrd. Euro auf 4.227,1 Mrd. Euro.
Fremdwährungsposition legt zu
In der Woche bis zum 30. Januar 2026 erhöhte sich die Netto-Fremdwährungsposition des Eurosystems (Aktivposten 2 und 3 abzüglich Passivposten 7, 8 und 9) um 0,2 Mrd. Euro auf insgesamt 332,3 Mrd. Euro.
Parallel dazu stieg der Nettosaldo der Offenmarktgeschäfte und ständigen Fazilitäten (Aktivposten 5 abzüglich Passivposten 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4) um 16,4 Mrd. Euro auf -2.436,4 Mrd. Euro.
Dieser signifikante Anstieg war primär auf eine Veränderung des Niveaus der Einlagefazilität (Passivposten 2.2) zurückzuführen.
Die Einlagefazilität dient als zentrales Instrument, über das Geschäftsbanken überschüssige Liquidität über Nacht bei der Zentralbank anlegen können.
Ihre Anpassung beeinflusst maßgeblich die kurzfristigen Geldmarktzinsen und die Liquiditätsbedingungen im Euroraum.
Die Entwicklung unterstreicht die fortlaufende Steuerung der Liquidität durch das Eurosystem zur Umsetzung seiner geldpolitischen Ziele.
Basisgeld und Wertpapierbestände
Das Basisgeld des Eurosystems (Passivposten 1, 2.1 und 2.2), eine Schlüsselgröße für die Liquidität im Finanzsystem, verringerte sich in der Berichtswoche um 11,3 Mrd. Euro auf 4.227,1 Mrd. Euro.
Die im Rahmen geldpolitischer Zwecke gehaltenen Wertpapiere (Aktivposten 7.1) werden weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Hierbei zeigten die größten Programme weitere Reduktionen durch Fälligkeiten: Das Covered Bond Purchase Programme 3 (CBPP3) verzeichnete einen Rückgang um 1,5 Mrd. Euro, das Public Sector Purchase Programme (PSPP) um 2,1 Mrd. Euro und das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) um 1,2 Mrd. Euro.
Diese Entwicklungen sind Teil der Normalisierung der Eurosystem-Bilanz.