Aufsichtsbericht 2025: Spaniens Banken solide, Risiken bleiben
Die Banco de España (BDE) hat ihren Aufsichtsbericht 2025 vorgestellt. Spaniens Bankensektor zeigte 2025 eine positive Entwicklung und ist finanziell solide, doch geopolitische Risiken bleiben bestehen.
Transparenz und solide Zahlen
Die BDE hat ihren jährlichen Aufsichtsbericht umfassend transformiert, um ihn transparenter, lesefreundlicher und für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen.
Ziel ist eine effektivere Rechenschaftslegung, die sich am Strategieplan 2030 orientiert.
Der Bericht für 2025 zeigt, dass der spanische Bankensektor eine positive Entwicklung verzeichnete.
Die Kreditvergabe wuchs leicht um 2,5 Prozent, während sich die Kreditqualität dank eines günstigen makroökonomischen Umfelds verbesserte.
Die Quote der notleidenden Kredite sank auf 2,4 Prozent, den niedrigsten Stand seit 2008.
Die Rentabilität erreichte mit einer Eigenkapitalrendite (ROE) von 14 Prozent historische Höchststände, und die Kapitalquoten, insbesondere die CET1-Quote von 13,9 Prozent, lagen auf Rekordniveau seit Einführung des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus.
Trotz dieser robusten Ergebnisse mahnt die BDE zur Vorsicht, da geopolitische Risiken weiterhin bestehen und Wachsamkeit erfordern.
Stresstests und neue Prioritäten
Die mikroprudenzielle Aufsicht konzentrierte sich auf die Stärkung der Resilienz gegenüber geopolitischen und makrofinanziellen Schocks.
Die BDE identifizierte Fortschritte bei der Cybersicherheit und der Integration geopolitischer Risiken, stellte jedoch auch Defizite bei der Datenaggregation und der Berichterstattung über Klimarisiken fest.
Die Anzahl der Anforderungen und Empfehlungen an bedeutende Institute wurde um 31 Prozent reduziert, was die positive Entwicklung des Sektors widerspiegelt.
Die Kapitalaufschläge, wie P2R (1,74%) und P2G (0,73%), lagen unter dem europäischen Durchschnitt.
Die spanischen Banken zeigten sich in den Stresstests der EBA und EZB widerstandsfähiger als der europäische Durchschnitt.
Auch weniger bedeutende Institute wiesen hohe Widerstandsfähigkeit auf.
Makroprudenziell wird der antizyklische Kapitalpuffer (CCA) ab dem 1. Oktober 2026 von 0,5 Prozent auf 1 Prozent erhöht, um die Kapitalbasis der Banken weiter zu stärken.
Betrug und Aufsicht im Fokus
Der Bericht beleuchtet die zunehmende Raffinesse des Betrugs bei Zahlungsdiensten, insbesondere durch Social Engineering bei verstärkter Kundenauthentifizierung.
Die BDE ergriff 262 disziplinarische Maßnahmen zur Korrektur von Mängeln, wobei der Fokus auf verantwortungsvoller Kreditvergabe, Betrugsprävention und der Überwachung von Influencer-Werbung lag.
Im Rahmen ihrer Sanktionsbefugnisse bearbeitete die BDE 20 Verfahren und verhängte Bußgelder von über 49 Millionen Euro.
Dies unterstreicht die Entschlossenheit der Aufsichtsbehörde, die Integrität des Finanzsystems zu wahren und Verbraucher zu schützen.