López Salido: Spanien wächst trotz globaler Schocks
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López Salido: Spanien wächst trotz globaler Schocks

David López Salido, Generaldirektor für Wirtschaft der Banco de España, präsentierte in Barcelona den Jahresbericht 2025. Die spanische Wirtschaft zeigte sich 2025 widerstandsfähig gegenüber globalen Schocks wie Handelskriegen und dem Nahostkonflikt.

Globale Schocks und spanische Resilienz

Das Jahr 2025 war von globalen Turbulenzen geprägt, darunter die Ankündigung starker US-Zölle im April 2025 und der Beginn des US-Israel-Iran-Krieges im Februar 2026, der zur Schließung der Straße von Hormus führte.

Diese Ereignisse verursachten einen beispiellosen Rückgang der weltweiten Ölproduktion und einen Preisanstieg von 42 Prozent in zwei Wochen.

Trotz dieser externen Schocks zeigte die spanische Wirtschaft 2025 ein robustes Wachstum von 2,8 Prozent, was 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert von 2024, aber deutlich über dem Euroraum (1,4 Prozent) lag.

Das BIP pro Kopf stieg um 1,8 Prozent.

Dieses Wachstum wurde durch niedrigere Energiepreise aufgrund eines höheren Anteils erneuerbarer Energien, eine bessere Auslastung des touristischen Kapitals und die Dynamik des Arbeitskräfteangebots, unterstützt durch Migrationsströme, begünstigt.

Das Potenzialwachstum der Wirtschaft liegt nun über 2 Prozent.

Inflationsgefälle und robuster Arbeitsmarkt

Trotz des robusten Wachstums akzentuierte sich 2025 das Inflationsgefälle Spaniens zum Euroraum.

Die Gesamtinflation stieg nach dem Schock im Nahen Osten, wurde aber durch fiskalische Maßnahmen gemildert.

Die Kerninflation blieb aufgrund der anhaltenden Dienstleistungsnachfrage, insbesondere im Tourismus- und Freizeitsektor, hartnäckig hoch.

Die Staatsverschuldung verharrte trotz starker öffentlicher Einnahmen und günstiger BIP-Entwicklung über dem Vorkrisenniveau.

Der spanische Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin solide mit intensiver Beschäftigungsentwicklung und einer Arbeitslosenquote, die 4 Prozentpunkte unter dem Euroraum-Durchschnitt lag.

In Katalonien verlor das Beschäftigungswachstum jedoch an Dynamik, während der Unternehmensumsatz stark zunahm.

Produktivität: Der Schlüssel liegt in der Finanzierung

Die Gesamtproduktivität der Faktoren (PTF) ist der entscheidende langfristige Wachstumstreiber für Spanien und hat sich seit 2013 verbessert, wodurch die Lücke zum Euroraum verringert wurde.

Eine verbesserte Kreditvergabe, die stärker an die Produktivität von Unternehmen gekoppelt ist, insbesondere bei jungen Firmen, sowie die Rolle von Risikokapital haben diese Entwicklung maßgeblich unterstützt.

Um das Wachstumspotenzial weiter zu heben, muss die Finanzierung weiterhin gezielt produktive und innovative Unternehmen fördern.