BDE-Umfrage: Spanische Haushalte vermögender
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BDE-Umfrage: Spanische Haushalte vermögender

Die Banco de España (BDE) veröffentlicht die Ergebnisse ihrer Finanzumfrage der Haushalte (EFF) 2024. Die Studie zeigt detaillierte Einblicke in Einkommen, Vermögen und Schulden spanischer Haushalte.

Einkommen über Vorkrisenniveau

Die neunte Ausgabe der Finanzumfrage der Haushalte (EFF) 2024 des Banco de España (BDE) liefert aktuelle Daten zur finanziellen Lage spanischer Haushalte.

Die Umfrage, die zwischen Oktober 2024 und Juni 2025 durchgeführt wurde und 6.251 Haushalte umfasste, bezieht sich auf Vermögen und Schulden Ende 2024 sowie auf das Einkommen für das gesamte Jahr 2023.

Die Medianeinkommen stiegen zwischen 2021 und 2023 jährlich um 3,8 Prozent und übertrafen damit erstmals das Niveau von 2001.

Dieses Wachstum konzentrierte sich primär auf die unteren Einkommensgruppen.

Das Bruttovermögen der Haushalte zeigte seit 2017 nur ein sehr langsames Wachstum und legte zwischen 2022 und 2024 jährlich um 0,9 Prozent zu.

Bemerkenswert ist, dass das Bruttovermögen sowohl bei den 50 Prozent der Haushalte mit dem geringsten Vermögen als auch bei den obersten 10 Prozent der Vermögensverteilung sank.

Wandel bei Sach- und Finanzanlagen

Die Analyse der Sachanlagen zeigt einen seit 2011 anhaltenden Rückgang des Anteils der Haushalte, die Realvermögen besitzen, auf 70,6 Prozent im Jahr 2024.

Dieser Trend ist besonders ausgeprägt bei Haushalten mit geringerem Nettovermögen.

Innerhalb der Sachanlagen stieg der Anteil der Hauptwohnung am Gesamtvermögen erstmals seit 2002 wieder an und erreichte 54,2 Prozent.

Gleichzeitig nimmt der Medianwert der Finanzanlagen seit 2014 kontinuierlich zu und erreichte 2024 17.600 Euro.

Bei vermögenderen Haushalten ist eine Verschiebung weg von Girokonten hin zu anderen Finanzanlagen zu beobachten, was auf eine Anpassung an das Zinsumfeld hindeuten könnte.

Ungleichheit bleibt Herausforderung

Die Ergebnisse der EFF 2024 zeichnen ein gemischtes Bild der finanziellen Erholung spanischer Haushalte.

Während das Einkommen breit gestreut wächst, ist die Vermögensentwicklung uneinheitlich und der Rückgang des Realvermögens bei ärmeren Haushalten besorgniserregend.

Dies unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Ungleichheiten im Blick zu behalten, um eine nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.