Bankenzugang zu Finanzierung verbessert sich, aber langsamer
Der Zugang spanischer Unternehmen zu Bankfinanzierungen verbesserte sich im ersten Quartal 2026 weiter, jedoch mit abnehmender Dynamik. Dies geht aus der SAFE-Umfrage des EZB hervor, deren Ergebnisse vom Banco de España zusammengefasst wurden.
Zinswende nach langer Durststrecke
Die Umfrage des Banco de España (BDE) zeigt, dass spanische Unternehmen im ersten Quartal 2026 eine günstige, wenn auch moderatere, Entwicklung ihrer Umsätze verzeichneten.
Gleichzeitig stiegen die Kosten, sowohl Arbeits- als auch sonstige, erheblich an.
Dies führte zu einem Rückgang der Gewinne, dem ersten seit dem ersten Quartal 2024, mit einem Nettoanteil von minus 6 Prozent der Unternehmen, die einen Gewinnanstieg meldeten.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Zinssätze für Bankkredite nach anderthalb Jahren des Rückgangs erstmals wieder gestiegen sind.
Ein Nettoanteil von 27 Prozent der Unternehmen berichtete von höheren Zinsen.
Die verbesserte Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe trug zur besseren Finanzierungszugänglichkeit bei, wurde jedoch teilweise durch eine negative Wahrnehmung der allgemeinen Wirtschaftsaussichten kompensiert.
Die Umfrage wurde größtenteils nach dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar 2026 durchgeführt, was die Wahrnehmung beeinflusst haben könnte.
Die Ergebnisse basieren auf Antworten von 1.261 spanischen Unternehmen, davon 1.160 kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Deleveraging und divergierende Entwicklungen
Der Entschuldungsprozess spanischer Unternehmen setzte sich im ersten Quartal 2026 fort, wobei der Nettoanteil der Unternehmen, die einen Rückgang ihrer Verschuldungsquote meldeten, auf 12 Prozent stieg.
Dies betraf sowohl KMU als auch große Unternehmen.
Die Bedürfnisse nach Bankfinanzierung gingen leicht zurück, was zu einem Rückgang der Kreditanträge um 3 Prozentpunkte auf 22 Prozent führte.
Die Verfügbarkeit von Bankkrediten verbesserte sich weiter, wenn auch langsamer als zuvor.
Ein Nettoanteil von 3 Prozent der Unternehmen berichtete von einer Verbesserung, 2 Prozentpunkte weniger als in der Vorumfrage.
Die größere Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe (10 Prozent Nettoanteil) und die Kreditwürdigkeit der Unternehmen (12 Prozent Nettoanteil) wirkten sich positiv aus.
Im Gegensatz dazu sahen 34 Prozent der Unternehmen die allgemeinen Wirtschaftsaussichten als Hindernis für den Kreditzugang, ein Anstieg um 19 Prozentpunkte.
Während KMU eine stärkere Verbesserung der Kreditverfügbarkeit wahrnahmen, war diese bei großen Unternehmen mit 1 Prozent sehr gering.
Die Schwierigkeiten beim Krediterhalt sanken insgesamt auf 4,5 Prozent, hauptsächlich durch eine geringere 'entmutigte Nachfrage'.
Gemischte Signale für Spaniens Wirtschaft
Die Umfrageergebnisse des BDE zeichnen ein differenziertes Bild der spanischen Unternehmenslandschaft.
Während der Zugang zu Bankfinanzierungen sich stabilisiert, dämpfen steigende Kosten und die erstmalige Zinsanhebung nach langer Zeit die Gewinnaussichten.
Die Divergenz zwischen großen Unternehmen, die Gewinne steigern, und KMU, die weiterhin Rückgänge verzeichnen, deutet auf eine ungleichmäßige Erholung hin.
Dies könnte die strukturellen Herausforderungen im spanischen Unternehmenssektor verstärken und erfordert eine genaue Beobachtung der weiteren Entwicklung.