Bankzugang trotz Schließungen verbessert; Migranten ausgeschlossen
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Bankzugang trotz Schließungen verbessert; Migranten ausgeschlossen

Die stellvertretende Gouverneurin der Banco de España, Soledad Núñez, stellte heute den Bericht zur Finanzintegration 2025 vor. Dieser zeigt eine verbesserte physische Zugänglichkeit zu Bankdienstleistungen, aber auch die Ausgrenzung irregulärer Migranten.

Bank­dienst­leis­tun­gen erreichen ländliche Gebiete

Zwischen 2021 und 2024 hat sich der physische Zugang zu Bankdienstleistungen in Spanien deutlich verbessert, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Dies geschah trotz des anhaltenden Abbaus traditioneller Filialen und Geldautomaten.

608 Gemeinden, überwiegend mit weniger als 500 Einwohnern, erhielten erstmals Zugang zu Bankdienstleistungen, vor allem durch den Einsatz von mobilen Bankfilialen, den sogenannten 'Ofibussen'.

Konkret stieg die Zahl der physischen Zugangspunkte in Gemeinden unter 500 Einwohnern um 55 Prozent, dank 712 neuer Ofibussen und 175 festen Geldautomaten.

Die größte Verbesserung konzentrierte sich auf das Jahr 2024.

Ende 2024 hatten noch 2.638 Gemeinden (32,4 Prozent der Gesamtzahl) keinen physischen Zugang, eine Reduzierung um 18,7 Prozent gegenüber 2021.

Die Zahl der Bürger ohne Zugang sank um ein Drittel auf unter eine halbe Million, von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent der spanischen Bevölkerung.

Hürden für irreguläre Migranten

Ein hohes Risiko der finanziellen Ausgrenzung besteht weiterhin für irreguläre Migranten.

Sie haben erhebliche Schwierigkeiten beim Zugang zu grundlegenden Zahlungskonten und verfügen über eine geringere Finanzbildung.

Der Bericht zeigt, dass es in dieser Gruppe nur ein Zahlungskonto pro acht irreguläre Migranten gibt.

Hauptschwierigkeiten sind mangelnde Informationen, begrenzte Angebote und Anforderungen aus der Geldwäschebekämpfung.

Die Banco de España fordert eine Stärkung der Finanzbildung, eine Erleichterung des Zugangs zu diesen Konten und eine Anpassung von Produkten und Praktiken.

Eine Verbesserung des Rechtsrahmens, wie im Entwurf des Gesetzes zur Finanzkundenschutzbehörde vorgesehen, soll den Zugang klären und erleichtern.

Inklusion auf zwei Geschwindigkeiten

Der Bericht der Banco de España zeigt eine Inklusion auf zwei Geschwindigkeiten.

Während der Zugang in ländlichen Gebieten und für ältere Menschen sich verbessert, bleibt die Situation für irreguläre Migranten alarmierend.

Die Forderung nach einfacheren Zugängen zu Basiskonten ist daher eine soziale und wirtschaftliche Notwendigkeit zur besseren Integration dieser Gruppe.