Spanische Zentralbank und Ukraine kooperieren bei KI und Kriegsfolgen-Hilfe
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Spanische Zentralbank und Ukraine kooperieren bei KI und Kriegsfolgen-Hilfe

Der Banco de España und die Nationalbank der Ukraine haben eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen digitale Transformation, psychologische Unterstützung für Kriegsbetroffene sowie Arbeits- und Studienaufenthalte vereinbart. Gouverneur José Luis Escrivá unterzeichnete das Abkommen in Kiew mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andriy Pyshnyy.

KI-Lösungen gegen Sanktionsverstöße

Der Banco de España und die Nationalbank der Ukraine (BNU) werden gemeinsam fortschrittliche Künstliche-Intelligenz-Lösungen entwickeln.

Der Fokus liegt zunächst auf zwei Bereichen: dem Zugang und der Auswertung großer statistischer und aufsichtsrechtlicher Datenbanken mittels natürlicher Sprache sowie der Entwicklung von KI-Anwendungen zur Erkennung anomaler Zahlungen und Sanktionsverstöße in Zahlungssystemen.

Diese Zusammenarbeit wird über das DELTA-Department des Banco de España koordiniert und beinhaltet temporäre Arbeitsaufenthalte von BNU-Mitarbeitern in Spanien für sechs bis achtzehn Monate.

Ziel ist es, die digitalen Kapazitäten beider Zentralbanken zu stärken und die Effizienz bei der Datenanalyse und Risikobewertung zu verbessern.

Psychologische Hilfe und Studienaufenthalte

Der Banco de España finanziert ein neues psychologisches Unterstützungsprogramm der BNU für deren Mitarbeiter, das spezielle Module für Eltern, Veteranen und Angehörige von Militärpersonal umfasst.

Zudem bietet der Banco de España der BNU einwöchige Studienbesuche für Spezialisten und bis zu vierwöchige praktische Trainings in Spanien an.

Während seines Kiew-Besuchs traf Gouverneur Escrivá den BNU-Gouverneursrat und den ukrainischen Wirtschaftsminister, um die wirtschaftliche Lage und den EU-Beitrittsprozess zu besprechen.

Er beteiligte sich auch an einem akademischen Austausch mit Studenten.