Eurozone-Leistungsbilanzüberschuss steigt im Dezember auf 15 Mrd. Euro
Die Leistungsbilanz der Eurozone verzeichnete im Dezember 2025 einen Überschuss von 15 Milliarden Euro, ein Anstieg gegenüber dem Vormonat. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte der Überschuss 255 Milliarden Euro, was 1,6 Prozent des BIP entspricht.
Waren- und Dienstleistungsüberschüsse stützen Bilanz
Die Leistungsbilanz der Eurozone wies im Dezember 2025 einen Überschuss von 15 Milliarden Euro auf, ein Zuwachs von 6 Milliarden Euro gegenüber dem Vormonat.
Dieser Anstieg wurde maßgeblich von Überschüssen bei Waren (20 Milliarden Euro) und Dienstleistungen (14 Milliarden Euro) getragen.
Dem standen Defizite beim Sekundäreinkommen (16 Milliarden Euro) und Primäreinkommen (4 Milliarden Euro) gegenüber.
Für das Gesamtjahr 2025 belief sich der Leistungsbilanzüberschuss auf 255 Milliarden Euro (1,6 Prozent des BIP), was einen Rückgang gegenüber 407 Milliarden Euro (2,7 Prozent des BIP) im Jahr 2024 darstellt.
Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus einem Wechsel von einem Überschuss zu einem Defizit beim Primäreinkommen (von 41 Milliarden Euro auf minus 62 Milliarden Euro) sowie einer Reduzierung des Dienstleistungsüberschusses (von 178 Milliarden Euro auf 135 Milliarden Euro).
Ein größerer Warenüberschuss (von 361 Milliarden Euro auf 369 Milliarden Euro) konnte diese Entwicklungen teilweise ausgleichen.
Internationale Kapitalströme prägen Finanzbilanz
Im Finanzkonto tätigten Eurozone-Ansässige 2025 Nettoinvestitionen von 178 Milliarden Euro in Nicht-Eurozone-Anlagen.
Nicht-Ansässige desinvestierten netto 5 Milliarden Euro aus Eurozone-Anlagen.
Bei Portfolioinvestitionen sanken die Nettoerwerbe von Nicht-Eurozone-Aktien durch Eurozone-Ansässige auf 169 Milliarden Euro, während die Nettoerwerbe von Nicht-Eurozone-Schuldverschreibungen auf 598 Milliarden Euro stiegen.
Nicht-Ansässige erhöhten ihre Nettoerwerbe von Eurozone-Aktien auf 448 Milliarden Euro, während ihre Nettoerwerbe von Eurozone-Schuldverschreibungen auf 389 Milliarden Euro sanken.
Die Netto-Auslandsaktiva der monetären Finanzinstitute (MFIs) der Eurozone stiegen 2025 um 211 Milliarden Euro.
Die Reserveaktiva des Eurosystems wuchsen im Dezember 2025 auf 1.776,1 Milliarden Euro an, hauptsächlich durch positive Preisänderungen.