Spaniens öffentliche Schulden fallen auf 100,7 Prozent des BIP – niedrigster Stand seit 2020
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Spaniens öffentliche Schulden fallen auf 100,7 Prozent des BIP – niedrigster Stand seit 2020

Die öffentlichen Schulden Spaniens sanken im vierten Quartal 2025 auf 100,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies ist der niedrigste Stand seit 2020 und ein Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

Schuldenquote auf Fünfjahrestief

Die Schulden der öffentlichen Verwaltungen Spaniens (AAPP) erreichten im vierten Quartal 2025 einen Wert von 100,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Dies entspricht einem Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr und markiert den niedrigsten Stand seit 2020.

In absoluten Zahlen beschleunigte sich das Wachstum des Schuldenstands der AAPP auf 4,8 Prozent im Jahresvergleich, was einem Gesamtvolumen von 1.698 Milliarden Euro entspricht.

Die Berechnung erfolgt nach der Methodik des Protokolls über das übermäßige Defizit (PDE), das für die Meldung an die Europäische Kommission verwendet wird und die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen analysiert.

Die Zentralregierung trug mit 92,6 Prozent des BIP den größten Anteil, gefolgt von den Autonomen Gemeinschaften mit 20,2 Prozent und den lokalen Körperschaften mit 1,2 Prozent.

Die Schulden der Sozialversicherungen beliefen sich auf 8,1 Prozent des BIP.

Regionale Unterschiede und Instrumentenmix

Die Zentralregierung verzeichnete im Dezember 2025 Schulden von 1.563 Milliarden Euro, ein Anstieg von 4,9 Prozent.

Die Autonomen Gemeinschaften erreichten 342 Milliarden Euro (20,2 Prozent des BIP) mit einem Wachstum von 1,7 Prozent.

Lokale Körperschaften reduzierten ihre Schulden um 9,3 Prozent auf 21 Milliarden Euro (1,2 Prozent des BIP).

Die Konsolidierung zwischen den öffentlichen Verwaltungen stieg um 2,6 Prozent auf 363 Milliarden Euro.

Bei den Instrumenten dominieren langfristige Verbindlichkeiten mit 94,8 Prozent des Gesamtvolumens, wobei langfristige Wertpapiere um 5,1 Prozent und Kredite um 7,2 Prozent zulegten.

Kurzfristige Instrumente reduzierten sich um 3,5 Prozent.

Konsolidierung mit Licht und Schatten

Der Rückgang der Schuldenquote ist ein positives Signal für die spanischen Staatsfinanzen und spiegelt die Bemühungen um Haushaltsdisziplin wider.

Die anhaltend hohe absolute Schuldenlast und die regionalen Unterschiede zeigen jedoch, dass die Konsolidierung eine langfristige Herausforderung bleibt.

Für die Stabilität der Eurozone ist die Entwicklung Spaniens weiterhin relevant, da der Trend in die richtige Richtung weist.

Quelle: General government debt (2025 Q4)

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