Spaniens Staatsverschuldung sinkt auf 100,8 Prozent des BIP
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Spaniens Staatsverschuldung sinkt auf 100,8 Prozent des BIP

Spaniens Staatsverschuldung sank im Dezember 2025 auf 100,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das sind 0,9 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, obwohl der absolute Schuldenstand auf 1.699 Milliarden Euro stieg.

Schuldenquote sinkt, absoluter Betrag steigt

Die spanische Staatsverschuldung, gemessen nach dem Verfahren bei einem übermäßigen Defizit (PDE), erreichte im Dezember 2025 eine Quote von 100,8 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Dies entspricht einem Rückgang von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Absolut stieg der Schuldenstand jedoch um 4,8 Prozent auf 1.699 Milliarden Euro.

Dieser Anstieg ist auf die Finanzierung des Haushaltsdefizits und die Kredite des Staates an die Sozialversicherung zurückzuführen, die deren Haushaltsungleichgewicht ausgleichen sollen.

Die Daten basieren auf vorläufigen Informationen und können noch revidiert werden.

Lokale Körperschaften entschulden sich

Die Entwicklung der Schuldenlast variierte stark zwischen den Teilsektoren der öffentlichen Verwaltung.

Die Schulden des Staates erhöhten sich um 5,1 Prozent auf 1.549 Milliarden Euro (91,9 Prozent des BIP).

Die Autonomen Gemeinschaften verzeichneten einen Anstieg von 1,8 Prozent auf 342 Milliarden Euro (20,3 Prozent des BIP).

Bemerkenswert ist der Rückgang der Schulden der lokalen Körperschaften um 9,1 Prozent auf 21 Milliarden Euro (1,2 Prozent des BIP).

Die Sozialversicherungsschulden stiegen um 7,9 Prozent auf 136 Milliarden Euro, primär durch staatliche Darlehen zur Deckung des Haushaltsungleichgewichts.

Ein gemischtes Signal

Der Rückgang der Schuldenquote ist ein positives Zeichen für die Fiskaldisziplin Spaniens, doch der absolute Anstieg des Schuldenstands bleibt eine Herausforderung.

Die unterschiedliche Entwicklung in den Teilsektoren zeigt, dass Konsolidierungsbemühungen ungleich verteilt sind.

Für die Stabilität der öffentlichen Finanzen ist entscheidend, ob der Trend der sinkenden Quote nachhaltig fortgesetzt werden kann.