Escrivá: Produktivität und Wohnungsmarkt vor Herausforderungen
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Escrivá: Produktivität und Wohnungsmarkt vor Herausforderungen

José Luis Escrivá, Gouverneur der Banco de España, präsentierte den Jahresbericht 2025. Er betonte Herausforderungen bei Produktivität, Unternehmenswachstum und dem Wohnungsmarkt sowie die wirtschaftliche Lage.

Ölpreisschock und Spaniens Wachstum 2025

Gouverneur Escrivá analysierte im Jahresbericht 2025 die spanische Wirtschaft.

Der Konflikt im Nahen Osten führte im Mai 2026 zu einem Rückgang der weltweiten Ölproduktion um 12,4 Prozent nach Schließung der Straße von Hormuz.

Dies trieb den Brent-Rohölpreis innerhalb von zwei Wochen um 42 Prozent in die Höhe, den stärksten Anstieg seit 40 Jahren.

Der Schiffsverkehr erholte sich nach einem Abkommen, blieb aber unter dem Vorkriegsniveau.

Spaniens BIP wuchs 2025 um 2,8 Prozent, 0,7 Prozentpunkte weniger als 2024, übertraf jedoch die Eurozone (1,4 Prozent).

Das Wachstum wurde primär von der Binnennachfrage getragen, insbesondere vom Konsum langlebiger Güter und Investitionen, unterstützt durch verbesserte Finanzierungsbedingungen.

Der Außenbeitrag war mit -0,7 Prozentpunkten negativ.

Die Kerninflation in Spanien zeigte sich hartnäckiger als im Euroraum, beeinflusst durch den Dienstleistungssektor und die Tourismusnachfrage.

Der Arbeitsmarkt blieb solide, doch die Reduzierung der Arbeitslosenquote war durch Mängel in der Arbeitsmarktpolitik begrenzt.

Finanzierung stärkt Produktivität

Die totale Faktorproduktivität (TFP) ist entscheidend für langfristiges Wachstum.

Spanien verbesserte seine TFP seit 2013 und reduzierte die Divergenz zur Eurozone.

Fast die Hälfte der Produktivitätsgewinne stammt aus dem Wachstum produktiverer Unternehmen.

Der Zusammenhang zwischen Produktivität und Investitionen hat sich nach 2013 verstärkt.

Die durchschnittliche Unternehmensgröße nahm zu, und junge Firmen expandierten schneller.

Die Produktivitätslücke spanischer Mittel- und Großunternehmen zur Eurozone verringerte sich.

Die Finanzierung spielte eine Schlüsselrolle: Schuldenabbau stärkte Bilanzen, die Kreditvergabe wurde produktiveren Firmen zugewiesen, und Risikokapital unterstützte innovative Unternehmen.

Konvergenz bleibt eine Herkulesaufgabe

Spaniens Weg zur Produktivitätskonvergenz, insbesondere mit der Eurozone, steht vor erheblichen strukturellen Hürden jenseits der Finanzierung.

Die Fragmentierung der Regulierung und die Lücke bei der Technologieübertragung, insbesondere im Kontext der KI, bremsen das Potenzial.

Ohne gezielte Reformen in diesen Bereichen wird der Aufholprozess bis 2050 ein zähes Ringen bleiben, trotz positiver Entwicklungen bei der Unternehmensfinanzierung.