Haushalte und Unternehmen im Euroraum: Finanzanlagen und Verschuldung stabil
Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht Daten zu Haushalten und nichtfinanziellen Unternehmen im Euroraum für das vierte Quartal 2025. Finanzanlagen der Haushalte und Unternehmensfinanzierung zeigten sich stabil, während die Verschuldungsquoten sanken.
Haushalte: Mehr Einkommen, stabile Sparquote
Im vierten Quartal 2025 stieg das Bruttoverfügbare Einkommen der Haushalte im Euroraum um 3,3 Prozent (Vorquartal: 2,9 Prozent), begleitet von einem Anstieg der Konsumausgaben um 3,6 Prozent (zuvor 3,1 Prozent).
Die Bruttosparquote verharrte stabil bei 14,9 Prozent.
Die Brutto-Sachinvestitionen, hauptsächlich im Wohnungsbau, erhöhten sich deutlich um 7,1 Prozent (zuvor 4,6 Prozent).
Kredite an Haushalte wuchsen mit 2,7 Prozent (zuvor 2,5 Prozent).
Die Finanzinvestitionen der Haushalte stiegen insgesamt um unveränderte 2,5 Prozent.
Hierbei legten Anlagen in Schuldverschreibungen mit 2,7 Prozent (zuvor -0,5 Prozent) und in Lebensversicherungen mit 2,6 Prozent (zuvor 2,3 Prozent) stärker zu.
Das Nettovermögen der Haushalte wuchs um 4,7 Prozent.
Die Schuldenquote der Haushalte im Verhältnis zum Einkommen sank auf 81,3 Prozent, von 81,7 Prozent im vierten Quartal 2024.
Unternehmen: Höherer Überschuss, sinkende Schuldenlast
Im vierten Quartal 2025 stieg die Nettowertschöpfung der nichtfinanziellen Unternehmen (NFCs) im Euroraum um 4,4 Prozent.
Der Bruttobetriebsüberschuss wuchs mit 4,3 Prozent (zuvor 3,5 Prozent), was das Brutto-Unternehmereinkommen um 3,7 Prozent (zuvor 3,1 Prozent) steigerte.
Die Brutto-Sachinvestitionen der NFCs nahmen jedoch mit 1,3 Prozent (zuvor 6,5 Prozent) deutlich langsamer zu.
Die Finanzierung der NFCs erhöhte sich mit einer unveränderten Jahresrate von 1,5 Prozent, wobei die Nettoemission von Schuldverschreibungen (3,2 Prozent) und die Kreditfinanzierung (2,4 Prozent) stärker wuchsen.
Die Schuldenquote der NFCs im Verhältnis zum BIP (konsolidiert) sank auf 65,6 Prozent (zuvor 67,0 Prozent), und die nicht-konsolidierte Schuldenquote verringerte sich auf 135,7 Prozent (zuvor 138,0 Prozent).