BDE-Bericht: Finanzielle Inklusion verbessert, Hürden für Migranten
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BDE-Bericht: Finanzielle Inklusion verbessert, Hürden für Migranten

Der aktuelle Bericht der Banco de España zur finanziellen Inklusion 2025 zeigt eine verbesserte Zugänglichkeit zu Bankdienstleistungen. Gleichzeitig bleiben für irreguläre Migranten erhebliche Hürden bestehen.

Bessere Abdeckung trotz weniger Filialen

Zwischen 2021 und 2024 hat sich die territoriale Abdeckung mit Bankdienstleistungen in Spanien verbessert, obwohl die Zahl der Zugangspunkte um 2,52 Prozent und die der Filialen um 8,61 Prozent zurückging.

Die Zahl der Personen ohne Zugang in ihrer Gemeinde sank um 219.000 auf unter 1 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Mobile Bankfilialen, sogenannte Ofibuses, spielten dabei eine entscheidende Rolle: Über 1.100 dieser Einheiten erhöhten die Abdeckung in 540 Gemeinden und reduzierten die nicht versorgte Bevölkerung um 185.000. Trotz dieser Fortschritte sind alternative Zugangsmittel wie mobile Filialen, Correos Cash und Cashback wenig bekannt und werden kaum genutzt.

Besonders in Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern verbesserte sich die Zugänglichkeit deutlich, wo fast 120.000 Menschen zusätzlichen Zugang erhielten.

Die Region Kastilien und León verzeichnete überdurchschnittliche Verbesserungen, weist aber immer noch eine hohe Quote von 8 Prozent der Bevölkerung und fast 60 Prozent der Gemeinden ohne Zugangspunkte auf.

Hürden für irreguläre Migranten

Der Bericht stellt fest, dass Migranten im Allgemeinen ähnliche Finanzgewohnheiten wie die einheimische Bevölkerung aufweisen, mit einer hohen Bankenquote von 93 Prozent, die jedoch leicht unter der der Einheimischen liegt.

Unterschiede zeigen sich im höheren Gebrauch von Überweisungen (20 Prozent) und informellen Krediten sowie einem geringeren Einsatz von Karten und Finanzprodukten.

Eine signifikante Herausforderung besteht jedoch für irreguläre Migranten, deren geschätzte Zahl zwischen 614.000 und 838.000 liegt.

Diese Gruppe stößt auf erhebliche Schwierigkeiten beim Eröffnen von Bankkonten, was zu finanzieller Ausgrenzung führt.

Basiskonten, die für vulnerable Gruppen gedacht sind, erweisen sich als ineffektiv: Auf acht irreguläre Migranten kommt weniger als ein Basiskonto.

Banken nennen Anti-Geldwäsche-Vorschriften, den hohen Überwachungsaufwand und das Reputationsrisiko als Gründe für die Zurückhaltung.

Die Banco de España schlägt ein spezifisches Register für Basiskonten und abgelehnte Anträge sowie verstärkte Verhaltensinspektionen vor, um die Proportionalität der Anti-Geldwäsche-Regeln zu gewährleisten.

Weitere Maßnahmen umfassen eine neue nationale Gesetzgebung zur Verteidigung von Finanzkunden und internationale Leitlinien der EBA, die zur Nichtdiskriminierung aufrufen.

Quelle: Informe de Inclusión Financiera 2025

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