Haushaltskredite: BDE ändert Erfassung 'anderer Zwecke'
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Haushaltskredite: BDE ändert Erfassung 'anderer Zwecke'

Die Banco de España (BDE) hat die Erfassung von 'Krediten an private Haushalte – andere Zwecke' geändert. Ab April 2026 werden 'Vorschüsse außer Krediten' unter 'Sonstige Vermögenswerte' verbucht.

Neue Regeln für 'andere Zwecke'

Die Banco de España (BDE) hat eine Änderung in der Erfassung von 'Krediten an private Haushalte – andere Zwecke' vorgenommen.

Diese Anpassung, die mit den Daten vom April 2026 wirksam wird, spiegelt die Implementierung des Rundschreibens 1/2025 wider.

Konkret wird die Kategorie 'Vorschüsse außer Krediten', die zinslose Gehalts- und Rentenvorschüsse umfasst, nicht mehr unter 'Kredite an private Haushalte – andere Zwecke' geführt.

Stattdessen werden diese kurzfristigen Finanzanlagen, die ein vernachlässigbares Kreditrisiko aufweisen, künftig unter 'Sonstige Vermögenswerte' ausgewiesen.

Die Änderung betrifft sowohl die ausstehenden Beträge als auch die Transaktionen, die ab April 2026 gemeldet werden, und wirkt sich auf die Tabellen 'Finanzierungsindikatoren für nichtfinanzielle Sektoren' (Tabelle 3.19) und 'Finanzierungsindikatoren für private Haushalte und NPISHs' (Tabelle 3.21) aus.

Wachstumsraten erfordern angepasste Basis

Für die Berechnung der Wachstumsraten ab April 2026 wurde eine spezielle Anpassung vorgenommen.

Da es sich um Jahresvergleichsmaße handelt, wurde die neu klassifizierte Kategorie bereits ab April 2025 aus den Berechnungen ausgeschlossen.

Die Raten basieren auf der Summe der Nettotransaktionen der letzten zwölf Monate im Verhältnis zum ausstehenden Betrag des Vorjahres.

Der für die Ratenberechnung verwendete ausstehende Betrag vom April 2025 wurde daher angepasst und weicht vom Wert in Tabelle 3.21 ab.

Eine direkte Berechnung der Nettotransaktionen aus gemeldeten ausstehenden Beträgen und Wachstumsraten würde für die Monate von April 2026 bis März 2027 zu inkorrekten Werten führen.

Mehr Klarheit, aber Vorsicht geboten

Die Anpassung schafft mehr Transparenz in der Statistik, erfordert aber erhöhte Aufmerksamkeit von Datenanalysten.

Ohne Kenntnis der methodischen Änderung könnten Wachstumsraten falsch interpretiert werden.

Für die Vergleichbarkeit über die Zeit ist die Bereinigung der Vorjahreswerte jedoch unerlässlich.