Profitabilität spanischer Unternehmen steigt 2025 deutlich
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Profitabilität spanischer Unternehmen steigt 2025 deutlich

Die Banco de España (BDE) hat die wichtigsten Wirtschafts- und Finanzindikatoren für spanische Nicht-Finanzunternehmen im vierten Quartal 2025 veröffentlicht. Demnach verzeichneten die Unternehmen eine deutliche Erholung der Profitabilität, während die Personalkosten weiter stiegen.

Gewinne und Rentabilität im Aufwind

Spanische Nicht-Finanzunternehmen verzeichneten im vierten Quartal 2025 eine deutliche Erholung ihrer Gewinne.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres (S.4) stieg im Jahresvergleich um 32,6 Prozent für die Unternehmen der Zentralen Bilanzstatistik (CBT) und um 20,4 Prozent für die Integrierte Zentrale Bilanzstatistik (CBI).

Die ordentliche Rentabilität des Nettovermögens (R.1) verbesserte sich auf 7,2 Prozent (CBT) bzw. 6,5 Prozent (CBI), gegenüber 6,5 Prozent und 6,6 Prozent im Vorjahr.

Auch die Rentabilität der Eigenmittel (R.3) legte zu und erreichte 10,1 Prozent (CBT) und 9,1 Prozent (CBI).

Diese positiven Entwicklungen spiegeln sich in den Daten von 890 Unternehmen der CBT und 781.564 Unternehmen der CBI wider, die eine Abdeckung von 10,7 Prozent bzw. 53,4 Prozent des nationalen Bruttowertschöpfung (VAB) repräsentieren.

Steigende Personalkosten und Beschäftigung

Parallel zur Profitabilitätssteigerung stiegen auch die Personalkosten der spanischen Nicht-Finanzunternehmen.

Die Personalausgaben erhöhten sich im Jahresvergleich um 5,3 Prozent (CBT) und 4,6 Prozent (CBI).

Dies korreliert mit einem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 2,3 Prozent (CBT) und 1,4 Prozent (CBI) im gleichen Zeitraum.

Die Finanzierungskosten zeigten ein gemischtes Bild: Während die Zinsen für erhaltene Finanzierungen auf kostenpflichtige Fremdmittel (R.2) für die CBT-Unternehmen auf 3,4 Prozent stiegen, sanken die gesamten Finanzaufwendungen (5) für diese Gruppe um 11,2 Prozent.

Für die CBI-Unternehmen hingegen stiegen die Finanzaufwendungen um 11,5 Prozent, während die Zinsen für erhaltene Finanzierungen auf 3,0 Prozent sanken.

Gewinnwachstum unter Kostendruck

Die Daten der BDE zeichnen ein Bild robuster Unternehmensgewinne und einer stabilen Beschäftigungsentwicklung, was auf eine solide wirtschaftliche Erholung hindeutet.

Allerdings dämpfen die anhaltend steigenden Personalkosten und die heterogene Entwicklung der Finanzaufwendungen die Euphorie.

Für die Geldpolitik bedeutet dies, dass der Inflationsdruck von der Unternehmensseite weiterhin genau beobachtet werden muss.