Spanische Pensionsfonds: Nach Gebühren keine positiven Renditen
Eine Studie der Banco de España zeigt: Spanische Pensionsfonds bieten Anlegern nach Abzug von Gebühren im Schnitt keine positiven risikoadjustierten Renditen. Dennoch reagieren Haushalte auf die Performance und verlagern Gelder zu besser verwalteten Fonds.
Gebühren fressen Renditen auf
Eine Analyse der Banco de España zu spanischen individuellen Pensionsfonds zeigt, dass diese Anlegern nach Abzug von Gebühren im Durchschnitt keine positiven risikoadjustierten Renditen liefern.
Die risikoadjustierte Performance nach Gebühren liegt je nach Anlageklasse zwischen -1,37 Prozent und 0,01 Prozent pro Jahr für den Zeitraum 2006 bis 2022.
Vor Gebühren sind die Renditen jedoch positiv, was auf die Fähigkeiten der Fondsmanager hindeutet.
Zudem reagieren spanische Haushalte auf die Fondsperformance, indem sie ihre Ersparnisse in besser verwaltete Fonds umschichten.
Die Studie konzentriert sich auf individuelle Pensionsfonds, die fast 70 Prozent des spanischen Pensionsfondsmarktes ausmachen und Ende 2023 ein Gesamtvermögen von rund 84,9 Milliarden Euro aufwiesen.
Steuervorteile schwinden, Abflüsse steigen
Individuelle Pensionsfonds in Spanien bieten Steuervorteile durch die Möglichkeit, Beiträge vom zu versteuernden Einkommen abzuziehen.
Diese Abzugsfähigkeit wurde jedoch in den letzten Jahren drastisch reduziert: von bis zu 10.000 Euro (bzw. 12.500 Euro für über 50-Jährige) im Jahr 2007 auf 2.000 Euro im Jahr 2021 und weiter auf 1.500 Euro im Jahr 2023.
Diese Änderungen führten zu einem starken Rückgang der Nettozuflüsse von über 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2023.
Zudem unterliegen die Gelder Auszahlungsbeschränkungen, die jedoch ab Januar 2025 nach einer zehnjährigen Anlagedauer gelockert werden.