Spaniens Leistungsbilanzüberschuss im Januar 2026 auf 2,7 Mrd. Euro gesunken
Die Banco de España meldet für Januar 2026 einen vorläufigen Leistungsbilanzüberschuss von 2,7 Milliarden Euro. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat von 3,4 Milliarden Euro.
Dienstleistungsüberschuss stützt Leistungsbilanz
Spaniens Leistungsbilanz verzeichnete im Januar 2026 einen vorläufigen Überschuss von 2,7 Milliarden Euro, nach 3,4 Milliarden Euro im Januar 2025.
Trotz des leichten Rückgangs des Gesamtüberschusses zeigte die Bilanz der Waren und Dienstleistungen eine deutliche Verbesserung.
Der Überschuss in diesem Bereich stieg von 1,9 Milliarden Euro im Vorjahresmonat auf 4,1 Milliarden Euro.
Besonders hervorzuheben ist der Beitrag des Tourismus und der Reisen, dessen Überschuss von 3,8 Milliarden Euro auf 4,1 Milliarden Euro zulegte.
Dies deutet auf eine anhaltend starke Performance des spanischen Dienstleistungssektors hin, der traditionell ein wichtiger Pfeiler der Wirtschaft ist.
Demgegenüber verschlechterte sich das Defizit bei den Primär- und Sekundäreinkommen leicht von 1,2 Milliarden Euro auf 1,4 Milliarden Euro.
Verschiebung in der Kapitalbilanz
Die Finanzbilanz, exklusive der Banco de España, verzeichnete im Januar 2026 einen Nettoabfluss von 13,7 Milliarden Euro, eine Verbesserung gegenüber dem Nettoabfluss von 19,2 Milliarden Euro im Vorjahresmonat.
Dies ist hauptsächlich auf eine deutliche Reduzierung der 'Sonstigen Investitionen' zurückzuführen, die von einem Nettoabfluss von 24,3 Milliarden Euro auf 4,7 Milliarden Euro sanken.
Im Gegensatz dazu drehte die Direktinvestition von einem Nettozufluss von 4,3 Milliarden Euro im Januar 2025 zu einem Nettoabfluss von 5,1 Milliarden Euro im Januar 2026.
Auch die Portfolioinvestitionen zeigten einen erhöhten Nettoabfluss von 5,3 Milliarden Euro.
Über die letzten zwölf Monate kumuliert, erreichte der Überschuss der Leistungs- und Kapitalbilanz 66,2 Milliarden Euro, ein leichter Rückgang gegenüber den 67,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.