BDE-Umfrage: Geschäftstätigkeit erholt sich im Q2
Laut der Unternehmensumfrage der Banco de España (EBAE) stieg die Geschäftstätigkeit im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt an. Dies markiert eine Erholung nach einem leichten Rückgang im Vorquartal.
Umsatz und Investitionen ziehen an
Die Ergebnisse der EBAE zeigen für das zweite Quartal 2026 einen Anstieg der Unternehmensumsätze, der über die saisonalen Muster hinausgeht.
Dieses Wachstum, das sich nach einem leichten Rückgang im ersten Quartal einstellt, ist in fast allen Wirtschaftszweigen positiv.
Auch die Investitionstätigkeit erholt sich, insbesondere in der Industrie, und die Erwartungen für das dritte Quartal deuten auf eine Fortsetzung dieser Dynamik hin.
Die Kapazitätsauslastung bleibt stabil, wobei 88 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Kapazität als ausreichend erachten.
Der Iran-Konflikt hat nach Einschätzung der meisten Unternehmen nur begrenzte Auswirkungen auf die Nachfrage, sowohl international (69 Prozent) als auch national (62 Prozent).
Kosten steigen, Preise moderat
Die mittelfristigen Erwartungen für die Umsätze sind weiterhin optimistisch: Rund 53 Prozent der Unternehmen erwarten einen Anstieg, während 35 Prozent Stabilität und 12 Prozent einen Rückgang prognostizieren.
Die Unsicherheit bezüglich dieser Prognosen hat jedoch zugenommen (plus 4 Prozentpunkte auf 33 Prozent).
Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt beeinflussen die Kosten- und Preisentwicklung, hauptsächlich durch höhere Energiepreise.
Die Kosten für Vorleistungen verzeichnen einen deutlichen Anstieg, insbesondere in der Landwirtschaft, im Transportwesen sowie in der Industrie und Energie.
Die Verkaufspreise steigen moderater, aber über dem Vorjahresniveau.
Der aktuelle Kosten- und Preisdruck liegt jedoch unter dem Niveau, das zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022 beobachtet wurde.
Wachstum mit Schattenseiten
Die spanische Wirtschaft zeigt sich robust, doch die Erholung ist fragil.
Steigende Energiekosten und die zunehmende politische Unsicherheit könnten die Investitionsbereitschaft dämpfen.
Die Zentralbank wird die Entwicklung der Kosten und der Finanzierungsbedingungen genau beobachten müssen.