Spanische Banken: Solvenz, Liquidität und Rentabilität auf Rekordniveau
Die spanischen Kreditinstitute haben ihre günstige Position in Bezug auf Solvenz, Liquidität, Rentabilität und Asset-Qualität im vierten Quartal 2025 gefestigt. Die Kapitalquoten erreichten Höchststände, während die Quote notleidender Kredite auf ein neues Tief sank.
Kapitalpolster und Rentabilität auf Rekordniveau
Die Kapitalquoten der in Spanien tätigen Kreditinstitute stiegen im vierten Quartal 2025 an und erreichten Höchststände der letzten Jahre.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 13,94 Prozent, die Tier-1-Quote bei 15,48 Prozent und die Gesamtkapitalquote bei 18,10 Prozent.
Diese Werte übertreffen nicht nur die Durchschnittswerte der Vor-Pandemie-Zeit, sondern stellen auch die höchsten Niveaus der Post-Pandemie-Periode dar.
Die aktuelle Gesamtkapitalquote ist fast 4 Prozentpunkte höher als 2015, als sie bei 14,29 Prozent lag.
Bei den signifikanten Instituten erreichte die Gesamtkapitalquote 17,69 Prozent, bei den weniger signifikanten 26,29 Prozent.
Die aggregierte Leverage Ratio stabilisierte sich bei 5,70 Prozent.
Die annualisierte Eigenkapitalrendite (ROE) erreichte 14,04 Prozent, fast 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt seit 2022 und 6 Prozentpunkte höher als vor der Pandemie.
Robuste Liquidität und sinkende Risiken
Die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) der Kreditinstitute sank im vierten Quartal 2025 leicht auf 171,83 Prozent, verbleibt jedoch deutlich über der regulatorischen Anforderung von 100 Prozent.
Weniger signifikante Institute weisen LCRs von über 300 Prozent auf.
Die Quote notleidender Kredite (NPL) sank auf ein neues Tief von 2,62 Prozent, gegenüber 2,91 Prozent im vierten Quartal 2024, was eine verbesserte Kreditqualität widerspiegelt.
Auch die Kredite unter besonderer Beobachtung (Phase 2) reduzierten sich auf 5,86 Prozent.
Der Kosten des Risikos blieb mit 0,87 Prozent stabil.
Die Kredit-Einlagen-Quote sank auf 94,55 Prozent.