Bank von Finnland nutzt MAPS für Treasury-Operationen
Die Bank von Finnland hat am 20. April 2026 das Treasury Management System MAPS in Betrieb genommen. Das System unterstützt ihre Finanzmarkt- und Risikomanagement-Operationen sowie die Buchhaltung.
Gemeinsame Lösung für Zentralbanken
Die Bank von Finnland (BoF) hat am 20. April 2026 erfolgreich das Market Activities Processing System (MAPS) in ihren Betrieb integriert.
Dieses System ist nun das zentrale Werkzeug für die Abwicklung ihrer gesamten Treasury- und Finanzmarktgeschäfte.
Dazu gehören nicht nur die täglichen Operationen im Front- und Backoffice, sondern auch essenzielle Funktionen im Risikomanagement und in der Finanzberichterstattung sowie der Buchhaltung.
MAPS wurde seit November 2016 von Zentralbanken für Zentralbanken konzipiert und wird von der Banque de France (BdF) und der Banco de España (BdE) innerhalb des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) bereitgestellt.
Die technische Basis bildet eine robuste Softwarelösung von Nasdaq-Calypso, die eine umfassende Abdeckung aller relevanten Bereiche gewährleistet.
Diese kollaborative Entwicklung unterstreicht den Ansatz, spezifische Bedürfnisse von Notenbanken durch eine maßgeschneiderte und gemeinschaftlich getragene Infrastruktur zu adressieren.
Wachsende Gemeinschaft im ESZB
Die Nutzergemeinschaft der MAPS-Plattform im Europäischen System der Zentralbanken (ESZB) wächst mit dem Beitritt der Bank von Finnland weiter.
Die BoF reiht sich in eine Gruppe von Zentralbanken ein, die bereits auf MAPS setzen, darunter die Banque de France, die Banco de España, die Zentralbank Zyperns, De Nederlandsche Bank, die Zentralbank Maltas und die Zentralbank Irlands.
Diese gemeinsame Nutzung einer zentralen Plattform fördert Effizienz, den Austausch von Best Practices und die Standardisierung innerhalb des ESZB.
Das MAPS-Angebot beinhaltet zudem umfassende Hosting-, Betriebs- und Weiterentwicklungsservices, was die teilnehmenden Zentralbanken entlastet.
Weitere ESZB-Mitglieder prüfen bereits die Implementierung von MAPS in den kommenden Jahren.
Effizienz durch Kooperation
Die Erweiterung der MAPS-Nutzerbasis ist ein klares Signal für die wachsende Bedeutung gemeinsamer Infrastrukturlösungen im ESZB.
Sie ermöglicht nicht nur Skaleneffekte und Kosteneinsparungen, sondern stärkt auch die operative Resilienz der beteiligten Zentralbanken.
Für die Finanzstabilität im Euroraum bedeutet dies einen Schritt hin zu mehr Harmonisierung und Effizienz in kritischen Treasury-Funktionen.