FEMA-Hilfe entscheidend für schnelle Erholung nach US-Naturkatastrophen
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FEMA-Hilfe entscheidend für schnelle Erholung nach US-Naturkatastrophen

Eine neue Studie des Banco de España zeigt: Finanzhilfen der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA sind entscheidend für die Erholung nach Naturkatastrophen. Staaten mit Unterstützung erholen sich innerhalb von 20 Wochen, während verweigerte Hilfe zu tieferen und länger anhaltenden Kontraktionen führt.

Gezielte Hilfe verkürzt Erholungszeit nach Katastrophen

Die Studie des Banco de España, basierend auf einem neuartigen Datensatz zu US-Naturkatastrophen und hochfrequenten Wirtschaftsdaten, evaluiert die Wirksamkeit der staatlichen Katastrophenhilfe.

Durch die Ausnutzung quasi-zufälliger Variationen in der Gewährung oder Ablehnung von FEMA-Hilfen vergleichen die Autoren ähnliche Ereignisse.

Staaten, die Unterstützung erhalten, erholen sich innerhalb von 20 Wochen, während Staaten ohne Hilfe tiefere und länger anhaltende Kontraktionen erleben.

Die Erholung ist dabei stärker, wenn die Hilfe zeitnah und großzügig erfolgt und direkte Transfers umfasst.

Dies unterstreicht die Bedeutung einer effektiven und gut ausgestatteten Katastrophenhilfe für die wirtschaftliche Stabilität.

Vorsorge und Fiskalkapazität stärken Widerstandsfähigkeit

Neben der direkten Hilfe spielen präventive Maßnahmen eine entscheidende Rolle.

Die Forschung zeigt, dass Katastrophenschutzmaßnahmen vor dem Ereignis die zukünftige Häufigkeit und die Kosten von Katastrophen senken.

Eine stärkere fiskalische Kapazität der Regierungen erhöht zudem die Widerstandsfähigkeit, indem sie die Aufrechterhaltung der Erholung nach dem Desaster ermöglicht.

Die FEMA, finanziert durch den US-Kongress, bietet hierfür zwei Hauptprogramme: Public Assistance für Infrastruktur und Individual Assistance für Haushalte, deren Effektivität durch diese Studie untermauert wird.

Ein Plädoyer für proaktive Katastrophenpolitik

Diese Erkenntnisse sind von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung resilienter und gerechter Katastrophenschutz- und Anpassungspolitiken.

Sie zeigen, dass die reine Reaktion auf Katastrophen nicht ausreicht, sondern proaktive Investitionen in Prävention und fiskalische Stärke unerlässlich sind.

Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Schwere klimabedingter Katastrophen liefert die Studie eine klare Handlungsanweisung für Regierungen weltweit.

Quelle: Working Papers. Natural disasters and fiscal shelters

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