BIS Paper

Neue Methoden für systemische Finanzrisiken

Dieses Arbeitspapier der Bank of Canada, veröffentlicht von der BIS, stellt zwei markbasierte Ansätze für Reverse-Stresstests vor, um extreme Verluste auf internationalen Finanzmärkten zu identifizieren. Die erste Methode ermittelt das ausländische Szenario mit gleicher Wahrscheinlichkeit, das zum schlimmsten Ergebnis für das heimische Finanzsystem führt.

Systemische Risiken in vernetzten Märkten

Angesichts der zunehmenden Vernetzung globaler Finanzmärkte und der wachsenden Rolle von Nichtbanken-Finanzintermediären (NBFIs) sind traditionelle Ansätze zur Bewertung systemischer Risiken oft unzureichend.

Dieses Papier adressiert diese Lücke, indem es multidimensionale, datengestützte Methoden zur Identifizierung von Stressszenarien entwickelt.

Es bietet Zentralbanken und Aufsichtsbehörden Werkzeuge, um potenzielle grenzüberschreitende Spillover-Effekte besser zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems proaktiv zu stärken.

Frühwarnung und Kapitalpuffer-Kalibrierung

Die vorgeschlagenen Reverse-Stresstest-Methoden sind wichtig für die Finanzstabilität, da sie helfen, endogene und multidimensionale Stressszenarien zu identifizieren, die traditionelle Ansätze übersehen könnten.

Die Erkenntnisse über die Rolle von US-, europäischen und kanadischen Institutionen sowie NBFIs liefern wertvolle Hinweise für Frühwarnsysteme und die Kalibrierung von Kapitalpuffern, wie dem antizyklischen Kapitalpuffer.