Smets: Vertrauen in digitales Geld jenseits von Stablecoins sichern
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Smets: Vertrauen in digitales Geld jenseits von Stablecoins sichern

Frank Smets von der BIZ betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, das Vertrauen in Geld im digitalen Zeitalter zu bewahren. Er forderte koordinierte Anstrengungen, um Schwächen von Stablecoins zu beheben und die Tokenisierung in das bestehende Zwei-Stufen-System zu integrieren.

Vertrauen als Fundament des Geldes

Das monetäre und finanzielle System befindet sich im Wandel, angetrieben durch digitale Innovationen, die das Zahlungswesen neu gestalten.

Private Token wie Stablecoins gewinnen an Bedeutung und streben geldähnliche Funktionen an.

Diese Entwicklungen werfen die grundlegende Frage auf, wie das Vertrauen in Geld im digitalen Zeitalter bewahrt werden kann.

Frank Smets von der BIZ betonte in seiner Rede, dass hierfür koordinierte Anstrengungen der Politik entlang zweier Dimensionen erforderlich sind: die Behebung der Schwächen aktueller Stablecoin-Arrangements und die Integration der Vorteile der Tokenisierung in das bewährte Zwei-Stufen-System, das auf Zentralbankgeld basiert.

Das Zwei-Stufen-System hat sich als vertrauenswürdig erwiesen, indem es die Rolle der Zentralbank als Emittent der sichersten Geldform mit der des Privatsektors bei der Bedienung von Haushalten und Unternehmen kombiniert.

Entscheidend ist die bedingungslose Akzeptanz von Geld, die durch solide institutionelle Rahmenbedingungen und Aufsicht gewährleistet wird.

Stablecoins: Versprechen und Fallstricke

Stablecoins versprechen schnelle, programmierbare Transfers und geldähnliche Funktionalität.

Bislang werden sie jedoch hauptsächlich innerhalb des Krypto-Ökosystems für den Handel auf Blockchains genutzt.

Ihr Marktanteil ist mit rund 320 Milliarden Dollar gering und stark auf zwei US-Dollar-gekoppelte Coins konzentriert.

Smets hob mehrere Mängel hervor: Pseudonyme Transfers auf öffentlichen Netzwerken erschweren die Bekämpfung illegaler Finanzströme.

Zudem weichen Sekundärmarktpreise von Stablecoins, insbesondere in Stressphasen, vom Nennwert ab.

Die zugrunde liegende Infrastruktur ist problematisch, da öffentliche Blockchains mit Überlastung und Fragmentierung kämpfen, was die Akzeptanz untergräbt.

Digitales Geld braucht starke Anker

Smets' Rede verdeutlicht, dass die Debatte um digitales Geld fundamentale Fragen des Vertrauens berührt, jenseits reiner Technologie.

Die BIZ positioniert sich klar für eine Integration neuer Technologien in das bewährte Zwei-Stufen-System, anstatt private Initiativen unreguliert wachsen zu lassen.

Dies signalisiert eine proaktive Haltung der Zentralbanken, um die Geldwertstabilität im digitalen Raum zu sichern.

Quelle: Anchoring trust in money: innovation beyond stablecoins

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