Bailey: Weltwirtschaft resilient, aber Risiken und Strukturwandel fordern Flexibilität
Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England und Vorsitzender des Finanzstabilitätsrats, bewertete auf der AlUla Konferenz am 8. Februar 2026 die globale Wirtschaftslage. Er betonte die Resilienz, warnte aber vor Risiken und strukturellen Herausforderungen wie AI und globalen Ungleichgewichten.
Globale Wirtschaft: Resilienz und latente Risiken
Die Weltwirtschaft zeigt sich widerstandsfähig gegenüber erhöhter Politikunsicherheit und Zöllen, so die jüngste Einschätzung des IWF.
Trotz unterschiedlicher Dynamik in Ländern und Sektoren hat sich die globale Wirtschaft beeindruckend angepasst.
Die Inflation stieg im letzten Jahr nicht merklich, doch die Lebenshaltungskosten bleiben in vielen Ländern ein Problem.
Globale Finanzbedingungen sind akkommodierend, getragen von hohen Bewertungen im Tech- und KI-Sektor.
Märkte agieren vorsichtig, da politische Ankündigungen oft nicht vollständig umgesetzt werden und traditionelle sichere Häfen an Risikozentren grenzen.
Dies birgt das Risiko einer gewissen Selbstgefälligkeit.
Der IWF warnt vor Abwärtsrisiken: Eskalation geopolitischer Spannungen, Störungen der Handelspolitik, fiskalische Anfälligkeiten und enttäuschte KI-Produktivitätsgewinne.
Strukturwandel: Schocks, Produktivität und Demografie
Bailey beleuchtet fünf strukturelle Bereiche der Weltwirtschaft: größere angebotsseitige Schocks, sinkende potenzielle Wachstumsraten durch schwächere Produktivität, alternde Bevölkerungen, globale Handelsungleichgewichte und tiefgreifende Veränderungen im Finanzsystem.
Er sieht KI und Robotik als nächste General Purpose Technology mit großem Produktivitätspotenzial, warnt aber vor überzogenen Erwartungen und langsamer Wirkung.
Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind komplex, von Produktivitätssteigerung bis zur Verdrängung von Arbeitsplätzen.
Abschließend betont Bailey die Notwendigkeit, globale Ungleichgewichte anzugehen und das internationale Finanzsystem flexibel an eine multipolare Welt anzupassen, wobei internationale Zusammenarbeit und Standards entscheidend sind.
Quelle: Andrew Bailey: The world today
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