Al-Sayari warnt vor globalen Risiken und fordert verstärkte Zusammenarbeit
BIS Speech Read in English

Al-Sayari warnt vor globalen Risiken und fordert verstärkte Zusammenarbeit

Ayman Al-Sayari, Gouverneur der Saudi Central Bank, warnt vor wachsenden globalen Risiken wie Politikwechseln und Verschuldung. Er fordert verstärkte Zusammenarbeit und einen starken IWF zur Bewältigung der Herausforderungen.

Globale Risiken erfordern gemeinsame Anstrengungen

Die globale Wirtschaft zeigt sich widerstandsfähig gegenüber jüngsten Schocks, doch Ayman Al-Sayari, Gouverneur der Saudi Central Bank, warnt vor einer wachsenden Zahl großer Risiken.

Dazu gehören Politikwechsel, sich wandelnde internationale Wirtschaftsstrukturen, steigende Verschuldung und rasche technologische Transformationen.

Um Stabilität zu wahren, gemeinsame Herausforderungen anzugehen und die Grundlagen für nachhaltiges, inklusives Wachstum zu stärken, sind verstärkte gemeinsame Anstrengungen unerlässlich.

Ein starker und glaubwürdiger Internationaler Währungsfonds (IWF) ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Al-Sayari begrüßt die Fortschritte bei der Umsetzung der in der Diriyah-Erklärung vorgesehenen Governance-Reformen und ermutigt zur weiteren Entwicklung von Leitprinzipien bis April 2026. Auch die im Global Policy Agenda (GPA) dargelegten politischen Prioritäten werden grundsätzlich begrüßt, da sie eine nützliche Grundlage für die Arbeit des Fonds in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld bieten.

Vigilanz und Basel III als Stabilitätsanker

Politische Reaktionen müssen wachsam und vorausschauend bleiben.

Für viele Schwellen- und Entwicklungsländer (EMDEs) sind hohe Schuldenstände und eingeschränkter Finanzierungszugang eine große Herausforderung.

Unabhängige Geldpolitik und makroprudentielle Maßnahmen sind entscheidend, um Erwartungen zu verankern.

Die Stärkung der Aufsicht über Nichtbanken-Finanzinstitute (NBFIs) und digitale Vermögenswerte sowie die beschleunigte Umsetzung von Basel III sind notwendig, um Marktstabilität und Kapitalflüsse zu sichern.

Eine verbesserte Überwachung ist zentral für die Krisenprävention und muss sich an neue Realitäten anpassen, die von Unsicherheit und häufigeren Schocks geprägt sind.