Banken toleranter gegenüber Regulierungsrisiken
Die BIS-Studie führt die "Regulatory Risk Tolerance" (RRT) als neue Kennzahl für das Kapitalmanagement von Banken ein. Sie zeigt, dass die RRT nach der GFC systematisch anstieg, hauptsächlich durch die Reduzierung der Management-Pufferziele.
Implikationen für Finanzstabilität und Geldpolitik
Diese Studie ist für Zentralbanken von hoher Relevanz, da sie Einblicke in das Kapitalmanagementverhalten großer Banken bietet.
Die identifizierte Zunahme der regulatorischen Risikotoleranz nach der GFC könnte Auswirkungen auf die Finanzstabilität haben, insbesondere wenn Banken mit hohen RRT bei Pufferengpässen die Kreditvergabe drosseln.
Dies beeinflusst direkt die Transmission der Geldpolitik und die Realwirtschaft.
Das Verständnis der RRT und ihrer Treiber ermöglicht es Aufsichtsbehörden, potenzielle Schwachstellen im Bankensystem besser zu identifizieren und die Effektivität von Kapitalanforderungen zu bewerten.
Es liefert auch eine Grundlage für die Kalibrierung zukünftiger makroprudenzieller Maßnahmen.
Wichtige Erkenntnisse für Aufsicht und Stabilität
Die Studie liefert eine neue, relevante Metrik (RRT) zur Bewertung des Bankenverhaltens im Kapitalmanagement.
Die Erkenntnis, dass Banken ihre Risikotoleranz nach der GFC erhöht haben und dies realwirtschaftliche Auswirkungen auf die Kreditvergabe hat, ist für Zentralbanken und Aufsichtsbehörden von hoher Bedeutung.
Sie hilft, die Wirksamkeit von Kapitalvorschriften zu verstehen und Risiken für die Finanzstabilität sowie die Geldpolitik besser einzuschätzen.
Die Ergebnisse sind implizit, liefern aber starke Hinweise für Regulierungsstrategien.
Quelle: Banks' regulatory risk tolerance
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