Globale Immobilienpreise sinken im Q4 2025 um 0,6 Prozent
Die realen globalen Immobilienpreise sind im vierten Quartal 2025 um 0,6 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Dies markiert eine Fortsetzung des Abwärtstrends der letzten vier Jahre.
Globale Abkühlung, regionale Divergenz
Die realen globalen Immobilienpreise fielen im vierten Quartal 2025 um 0,6 Prozent im Jahresvergleich und setzten damit den Abwärtstrend der letzten vier Jahre fort.
In fortgeschrittenen Volkswirtschaften (AEs) blieben die Preise mit einem leichten Anstieg von 0,4 Prozent nahezu stabil, getragen vom Euroraum (+3,0%) und nicht-europäischen Ländern Europas (+1,2%).
Nicht-europäische AEs verzeichneten hingegen einen Rückgang von 1,1 Prozent.
In Schwellenmärkten (EMEs) setzte sich der Preisrückgang mit 1,4 Prozent im Jahresvergleich fort, hauptsächlich bedingt durch einen anhaltenden Fall in Asien (-3,2%).
Dies wurde teilweise durch Preisanstiege in Lateinamerika (+2,6%), dem aufstrebenden Europa (+4,0%) und Afrika (+1,4%) kompensiert.
Die 57 untersuchten Jurisdiktionen zeigen eine große Divergenz: Nordmazedonien (+20%), Ungarn (+17%) und Portugal (+16%) verzeichneten die größten Anstiege, während China (-6%), Kanada (-6%) und Neuseeland (-4%) die stärksten Rückgänge aufwiesen.
Pandemie-Effekte und GFC-Nachwehen
Seit Beginn der Covid-19-Pandemie Ende 2019 sind die realen globalen Immobilienpreise um fast 3 Prozent gestiegen.
Unter den G20-Ländern führten die Türkei (+109%), Australien (+22%) und Mexiko (+22%) die Anstiege an, während China (-20%) und Kanada (-7%) deutliche Rückgänge verzeichneten.
Aus längerfristiger Perspektive sind die realen globalen Immobilienpreise seit dem Ende der Großen Finanzkrise (GFC) um fast 20 Prozent gestiegen.
In den meisten G20-Volkswirtschaften liegen sie nun deutlich über dem Niveau nach der GFC, haben sich in der Türkei mehr als verdoppelt und in Indien, den USA und Mexiko um über 50 Prozent erhöht.
Hingegen liegen die Preise in Italien (-24%), China (-13%), Südafrika (-10%), Brasilien (-9%) und Indonesien (-6%) immer noch deutlich unter ihrem Niveau nach der GFC.
Keine Trendwende, nur Dämpfung
Die vorliegenden Daten bestätigen eine breite Abkühlung auf den globalen Immobilienmärkten, die jedoch erhebliche regionale Unterschiede maskiert.
Während einige Märkte Resilienz zeigen, deutet der übergeordnete Abwärtstrend, insbesondere in Schwellenländern und großen Volkswirtschaften wie China, auf anhaltenden Gegenwind hin.
Für Zentralbanken bedeutet dies eine fortgesetzte Wachsamkeit, da Immobilienpreise sowohl die Finanzstabilität als auch die Konsumausgaben maßgeblich beeinflussen.