Italien und EZB fördern Westbalkan-Zentralbanken für EU-Integration
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Italien und EZB fördern Westbalkan-Zentralbanken für EU-Integration

Chiara Scotti, Vize-Gouverneurin der Banca d'Italia, eröffnete in Rom die dritte Phase eines EU-finanzierten Kooperationsprogramms. Ziel ist die Stärkung der Zentralbanken im Westbalkan für die Integration in das Europäische System der Zentralbanken.

Brücken bauen für ein geeintes Europa

Chiara Scotti, Vize-Gouverneurin der Banca d'Italia, betonte bei der Eröffnung der dritten Phase des EU-finanzierten Kooperationsprogramms die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Ländern.

Das Programm zielt darauf ab, die Kapazitäten der Zentralbanken im Westbalkan zu stärken und ihre Integration in das Europäische System der Zentralbanken (ESCB) zu fördern.

Scotti hob hervor, dass diese Projekte, auch wenn sie bescheiden erscheinen mögen, einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Institutionen und zum Aufbau von Vertrauen leisten.

Angesichts erhöhter politischer Spannungen und Konflikte in Europa sei es wichtiger denn je, die europäischen Werte wie Frieden, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu wahren.

Der Erfolg der zweiten Phase und die klare Forderung der Begünstigten nach Kontinuität hätten die dritte Phase maßgeblich geprägt.

Die Banca d'Italia ist stolz, das Auftakttreffen zum zweiten Mal auszurichten.

Italiens Beitrag: Von TIPS bis SupTech

Die Banca d'Italia engagiert sich seit Langem im Westbalkan durch Twinning-Projekte und technische Hilfe.

In den ersten beiden Phasen des Kooperationsprogramms trug sie mit Schulungen und bilateralen Maßnahmen in IT, Zahlungssystemen und Marktoperationen bei, insbesondere mit den Zentralbanken Albaniens und Serbiens.

2025 startete die Banca d'Italia das 'TIPS Clone'-Projekt zur Modernisierung von Zahlungssystemen, dessen Go-Live noch dieses Jahr erwartet wird.

Für Phase III bekräftigte die Banca d'Italia ihr starkes Engagement: Sie wird ein SupTech-Schulungsevent und ein hochrangiges Treffen zu TIPS und Marktinfrastrukturen koordinieren.

Vier bilaterale Maßnahmen mit Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Serbien sind ebenfalls geplant.

Die Deutsche Bundesbank fungiert als Projektleiter.