Waller: Fed-Operationen effizienter gestalten
BIS Speech Read in English

Waller: Fed-Operationen effizienter gestalten

Christopher J. Waller, Mitglied des Gouverneursrats der Fed, sprach am 8. Mai 2026 über die Modernisierung der operativen Funktionen der Regionalbanken. Er schlägt vor, Back-Office-Aufgaben zu zentralisieren, um Effizienz und Unabhängigkeit zu stärken.

Zentralisierung für Effizienz

Waller unterscheidet zwischen Funktionen, die regional bleiben müssen (Geldpolitik, Forschung, Community Outreach, Aufsicht, Diskontfenster), und solchen, die standardisiert oder zentralisiert werden können.

Dazu gehören Informationstechnologie, Personalwesen, Finanzmanagement, Risikomanagement und Zahlungsverkehr.

Er argumentiert, dass es keinen Grund gibt, diese Aufgaben auf zwölf verschiedene Arten zu erledigen.

Eine Zentralisierung würde die Betriebskosten senken und das Risikomanagement verbessern, was letztlich den Steuerzahlern zugutekommt.

Die Regionalbanken sollen sich auf ihre einzigartigen Beiträge zu ihren Distrikten konzentrieren, während die Systemvorteile durch Skalierung und Konsistenz realisiert werden.

Unabhängigkeit bleibt gewahrt

Waller begegnet der Sorge, seine Vorschläge könnten die regionale Ausrichtung und Unabhängigkeit der Fed-Regionalbanken untergraben.

Er betont, dass das föderale System der Fed darauf ausgelegt ist, Machtkonzentration zu vermeiden.

Die Regionalbanken treffen weiterhin unabhängige operative Entscheidungen, nun aber als kollektive Gruppe.

Funktionen wie das Personalwesen werden von einer einzigen Regionalbank zentral geleitet, die als „Dienstleister“ für die anderen agiert.

Dies erfordert einen Mentalitätswandel hin zu „System zuerst, Bank an zweiter Stelle“ und eine Anpassung des Governance-Modells, um operative Entscheidungen effizienter zu treffen.