FinScope 2025: Sambia erreicht 80,1 Prozent Finanzinklusion
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FinScope 2025: Sambia erreicht 80,1 Prozent Finanzinklusion

Sambia hat einen Meilenstein bei der Finanzinklusion erreicht: Laut der 2025er FinScope-Umfrage haben 80,1 Prozent der Erwachsenen Zugang zu Finanzdienstleistungen. Dr. Denny H Kalyalya, Gouverneur der Bank von Sambia, präsentierte die Ergebnisse.

Von 33 auf 80 Prozent: Ein Jahrzehnt des Fortschritts

Die erste FinScope-Umfrage im Jahr 2005 zeigte, dass lediglich 33,7 Prozent der Erwachsenen in Sambia Zugang zu formellen oder informellen Finanzdienstleistungen hatten.

Bis 2015 stieg diese Zahl auf 59,3 Prozent und erreichte 2020 bereits 69,4 Prozent.

Dank anhaltendem politischem Engagement und branchenübergreifender Zusammenarbeit konnte dieser Fortschritt fortgesetzt werden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten die Modernisierung des Zahlungssystems, die rasche Expansion von Mobile Money und Agent Banking sowie gestärkte Verbraucherschutzrahmen.

Gezielte Reformen zur Unterstützung digitaler Finanzdienstleistungen, Interoperabilität und Finanzbildung spielten ebenfalls eine entscheidende Rolle, um zuvor ausgeschlossenen Bevölkerungsgruppen, insbesondere Frauen, Jugendlichen und ländlichen Haushalten, Zugang zu ermöglichen.

Diese Reformen führten dazu, dass das Land 2025 einen Meilenstein bei der Finanzinklusion von 80,1 Prozent erreichte.

Geschlechterkluft schrumpft, Landbevölkerung gesünder

Die FinScope-Umfrage dient Finanzsektorregulierern als systemweites Diagnoseinstrument, das die finanziellen Lebensrealitäten der Menschen klar aufzeigt.

Diese Nachfrageperspektive ist im Zeitalter der Digitalisierung entscheidend, um zu beurteilen, ob der Zugang zu einer sinnvollen und nachhaltigen Nutzung führt.

Begleitend zur höheren Finanzinklusion reduzierte sich die Geschlechterkluft von 3,2 Prozentpunkten (2020) auf 2,2 Prozentpunkte (2025).

Die finanzielle Gesundheit in ländlichen Gebieten verdreifachte sich von 11,3 Prozent (2020) auf 37,6 Prozent (2025).

Die nationale Finanzgesundheit stieg von 13,6 Prozent auf 39,1 Prozent, liegt aber noch unter dem Schwellenwert von 51 Prozent für eine moderate Gesundheit.

Der Weg zur echten Finanzgesundheit

Der quantitative Erfolg der Finanzinklusion in Sambia ist unbestreitbar, doch die qualitative Dimension der finanziellen Gesundheit hinkt noch hinterher.

Der Fokus muss sich von bloßem Zugang auf nachhaltige Nutzung, Erschwinglichkeit und das Verständnis der Verbraucher verlagern, insbesondere angesichts schneller Innovationen.

Dies erfordert eine fortgesetzte Zusammenarbeit, um die Erkenntnisse in praktische Lösungen für ein wirklich inklusives Finanzsystem umzusetzen.