Kalyalya: Finanzbildung muss kontinuierlich sein
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Kalyalya: Finanzbildung muss kontinuierlich sein

Der Gouverneur der Bank von Sambia, Denny H. Kalyalya, hat die Finanzkompetenzwoche 2026 eröffnet. Er betonte die Notwendigkeit kontinuierlicher Finanzbildung, um Betrug und Überschuldung zu bekämpfen.

Trotz Bemühungen: Grundwissen fehlt

Trotz 13 Jahren kontinuierlicher Bemühungen, darunter die Finanzkompetenzwoche und der Weltspartag, fehlt einem erheblichen Teil der sambischen Bevölkerung grundlegendes Finanzwissen.

Dies führt dazu, dass viele Bürger weiterhin Finanzbetrügereien zum Opfer fallen oder schlechte Finanzentscheidungen treffen, die zu Überschuldung führen.

Das diesjährige Motto „Smart Money Talks“ unterstreicht die Bedeutung offener Gespräche über Geld, insbesondere unter Kindern und Jugendlichen, um ihre finanzielle Zuversicht und Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Rückmeldungen aus früheren Programmen zeigen, dass die jährlichen Sensibilisierungsaktivitäten der Aufsichtsbehörden nicht ausreichen.

Die NSFE All Ages Working Group hat daher eine Strategie zur Förderung ganzjähriger Finanzbildungsaktivitäten entwickelt, deren Umsetzung Kalyalya nachdrücklich fordert.

Kooperation als Fundament

Die Entwicklung und Umsetzung nationaler Strategien für Finanzbildung und finanzielle Inklusion hat eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen wichtigen Akteuren geschaffen.

Dazu gehören die Regierung, Finanzaufsichtsbehörden, internationale Partner, Finanzdienstleister, Strafverfolgungsbehörden und die Öffentlichkeit.

Durch diesen kollaborativen Rahmen soll das öffentliche Bewusstsein für die Verfügbarkeit und sichere Nutzung von Finanzprodukten und digitalen Finanzdienstleistungen sowie deren Risiken verbessert werden.

Ziel ist es, die finanziellen Kompetenzen, die Widerstandsfähigkeit und das allgemeine Wohlergehen der Verbraucher innerhalb eines starken Finanzverbraucherschutzrahmens zu stärken.

Diese Bemühungen sollen dazu beitragen, die finanzielle Inklusion von derzeit 69,4 Prozent zu erhöhen, indem sie eine verbesserte Entscheidungsfindung fördern und das Vertrauen in das Finanzsystem stärken.

Das Finanzministerium und die Bank von Sambia haben bereits mit der Entwicklung der Nationalen Strategie für Finanzbildung Phase III begonnen, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll.

Kalyalya ruft alle Beteiligten zur vollen Unterstützung auf.

Ein Marathon, kein Sprint

Die Rede Kalyalyas unterstreicht eine zentrale Herausforderung: Finanzbildung ist kein einmaliges Event, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Die Erkenntnis, dass bisherige Kampagnen nicht ausreichen, ist ein wichtiger Schritt zur Neuausrichtung der nationalen Strategie.

Ob die neue Strategie die Lücke zwischen Wissen und Verhalten schließen kann, wird sich jedoch erst in der konsequenten Umsetzung zeigen.