Radev: Euro symbolisiert Bulgariens Platz in Europas Mitte
Anlässlich der Euro-Einführung in Bulgarien am 31. Dezember 2025 betonte Dimitar Radev, Gouverneur der Bulgarischen Nationalbank, die symbolische Bedeutung der Gemeinschaftswährung. Der Euro sei mehr als nur eine Währung, er sei ein Zeichen der Zugehörigkeit zu einem Raum gemeinsamer Regeln und Verantwortung.
Mehr als nur eine Währung
Es gibt Momente, die sich nicht mit Zahlen oder Analysen erklären lassen, so Dimitar Radev, Gouverneur der Bulgarischen Nationalbank.
Anlässlich der Euro-Einführung in Bulgarien am 31. Dezember 2025 betonte er die emotionale Dimension des europäischen Weges.
Junge, hochgebildete Bulgaren sprechen mit einer nicht simulierbaren Zuversicht über Bulgariens Zugehörigkeit zu Europa.
Radev zitierte einen Bulgaren, der in den Niederlanden aufwuchs und heute eine verantwortungsvolle Position in einer europäischen Institution innehat: "Von klein auf habe ich versucht, meine Klassenkameraden und Freunde davon zu überzeugen, dass Bulgarien Teil Europas ist.
Sie haben mich nicht verstanden.
Heute versteht es jeder.
" Diese Worte spiegelten Ruhe und Klarheit wider, so Radev.
Der Euro sei nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung oder eine Währung, sondern ein Zeichen der Zugehörigkeit, das Bulgariens Platz nicht an der Peripherie, sondern innerhalb eines Raumes gemeinsamer Regeln, Vertrauens und Verantwortung verorte.
Der Löwe bleibt Teil der Geschichte
Der bulgarische Lew war immer mehr als nur Geld, sein Name stammt vom Löwen, einem jahrhundertealten Symbol der bulgarischen Staatlichkeit.
Der Lew bleibt Teil der Geschichte und Erinnerung vieler Generationen von Bulgaren.
Er nimmt seinen Platz in der Geschichte des Landes ein, neben den Marken, Franken und Lire anderer europäischer Nationen.
Der Euro unterbricht diese Geschichte nicht, sondern setzt sie fort.
Die bulgarischen Buchstaben und die Bilder des Reiters von Madara, des Heiligen Iwan von Rila und des Paisius von Chilendar auf der europäischen Währung bekräftigen, dass Bulgarien seine Identität nicht aufgibt, sondern sie innerhalb einer breiteren Gemeinschaft bestätigt.
Diese Wahl wurde auch vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus anerkannt, was Bulgariens selbstbewusste Präsenz in Europa, seine spirituelle Reife und den Respekt vor der eigenen Geschichte widerspiegelt.
Quelle: Dimitar Radev: The euro as a sign of belonging
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