Globale Nicht-US-Banken synchronisieren Immobilienmärkte durch Dollar-Finanzierung
BIS Paper

Globale Nicht-US-Banken synchronisieren Immobilienmärkte durch Dollar-Finanzierung

Eine neue BIZ-Studie zeigt, wie globale Nicht-US-Banken die internationale Synchronisation von Immobilienpreisen erklären. Ihre Abhängigkeit von US-Dollar-Finanzierungsbedingungen schafft einen Spillover-Kanal, der Hypothekenkredite und Hauspreise weltweit verbindet.

Dollar-Kofinanzierung als globaler Taktgeber

Die Studie beleuchtet, wie globale Nicht-US-Banken die internationale Synchronisation von Immobilienpreisen vorantreiben.

Wenn der US-Dollar aufwertet, sinken Hypothekenkredite und Hauspreise stärker in jenen Schuldnerländern, deren Nicht-US-Kreditgeberbanken stärker von den Dollar-Finanzierungsbedingungen abhängig sind.

Diese 'Dollar-Kofinanzierung' entsteht durch die Sensitivität globaler Banken gegenüber Dollar-Finanzierungsbedingungen und die Abhängigkeit von Schuldnerländern von Krediten globaler Nicht-US-Banken.

Erleichterte Dollar-Finanzierungsbedingungen ermöglichen es diesen Banken, ihre Auslandsdarlehen, die meist in US-Dollar denominiert sind, zu erhöhen.

Dies führt zu höheren Hypothekenkrediten und letztlich steigenden Hauspreisen in den Empfängerländern, wobei die Effekte je nach Abhängigkeit variieren.

Bilaterale Treasury-Basis als Kostenindikator

Die Sensitivität globaler Nicht-US-Banken gegenüber US-Dollar-Finanzierungsbedingungen ist ein Schlüsselelement.

Diese Banken sind entscheidende Vermittler und stark auf Dollar-Finanzierung angewiesen.

Die Studie misst diese Abhängigkeit über die bilaterale Treasury-Basis, die den Kostennachteil von Nicht-US-Banken bei der synthetischen Beschaffung von US-Dollar-Finanzierungen erfasst.

Eine höhere Basis bedeutet höhere synthetische Kosten.

Eine US-Dollar-Aufwertung reduziert die erwarteten Renditen auf Dollar-Kredite und mindert die Risikobereitschaft der Banken.

Dies zwingt sie, Auslandsdarlehen zu reduzieren, was wiederum Hypothekenkredite und Hauspreise in den Schuldnerländern beeinflusst.

Neuer Blick auf globale Fi­nanz­ver­flech­tun­gen

Diese Studie identifiziert einen entscheidenden, bisher übersehenen Kanal für die internationale Synchronisation von Immobilienpreisen.

Sie unterstreicht die systemische Bedeutung globaler Nicht-US-Banken und deren Anfälligkeit für Dollar-Finanzierungsbedingungen, was neue Erkenntnisse für die makroprudentielle Politik liefert.

Die Ergebnisse erweitern das Verständnis für globale Finanzstabilität und die Transmission von US-Geldpolitik über traditionelle Kanäle hinaus.

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