Eswatini: Grüne Finanz-Taxonomie zur Validierung
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Eswatini: Grüne Finanz-Taxonomie zur Validierung

Felicia Dlamini-Kunene, stellvertretende Gouverneurin der Zentralbank von Eswatini, eröffnete den Validierungsworkshop für die Grüne Finanz-Taxonomie des Landes. Die Initiative soll den Finanzsektor an Klima- und Umweltprioritäten anpassen.

Risiken erkennen, Rahmen schaffen

Die Entwicklung der Grünen Finanz-Taxonomie begann mit der Erkenntnis, dass klima- und umweltbezogene Risiken reale Auswirkungen auf die Finanzstabilität, die geldpolitische Transmission und die Solidität der Finanzinstitute haben.

Die Zentralbank von Eswatini (CBE) startete daraufhin in Zusammenarbeit mit dem UNDP ein strukturiertes Programm, um Klima- und Naturaspekte in ihre Kernaufgaben zu integrieren.

Die erste Phase konzentrierte sich auf den Aufbau von internem Bewusstsein und Kapazitäten, um die Relevanz von Klimarisiken im Zentralbank- und Aufsichtskontext zu vermitteln.

Es folgten umfangreiche Stakeholder-Engagements und diagnostische Arbeiten, darunter Bewertungen der Exposition des Finanzsektors gegenüber klimabezogenen Risiken und bestehender Lücken in Politik, Daten und Marktpraktiken.

Diese evidenzbasierten Erkenntnisse waren entscheidend für die Gestaltung des Ansatzes und die Sicherstellung kontextspezifischer Interventionen.

Gemeinsame Entwicklung, globale Lehren

Mit Unterstützung von Partnern, insbesondere dem UNDP, erfolgte die Entwicklungsphase.

Ein Projektlenkungsausschuss und eine technische Arbeitsgruppe wurden eingerichtet, bestehend aus Vertretern wichtiger Institutionen wie dem Finanz- und Umweltministerium, der Aufsichtsbehörde FSRA und der Eswatini Bankers Association.

Diese Arbeitsgruppe war maßgeblich an der Erstellung des Entwurfs der Grünen Finanz-Taxonomie beteiligt.

Sie stellte sicher, dass dieser sowohl internationalen Best Practices entspricht als auch fest in Eswatinis lokalem Kontext und Prioritäten verankert ist.

Zudem profitierte man vom Peer-Learning und der Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Netzwerken, um Lehren zu ziehen und den Ansatz anzupassen.

Der Kapazitätsaufbau blieb dabei ein zentraler Pfeiler.

Klarheit für nachhaltige Finanzen

Die Entwicklung der Taxonomie ist mehr als eine technische Übung; sie ist eine strategische nationale Initiative.

Sie bietet Eswatini die Chance, sich als attraktiver Standort für nachhaltige Investitionen zu positionieren und grünes Wirtschaftswachstum zu fördern.

Der Validierungsworkshop ist entscheidend, um die Praxistauglichkeit und Glaubwürdigkeit des Rahmens sicherzustellen.