Monopsonistische Lohnsetzung korrigiert Phillips-Kurve
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Monopsonistische Lohnsetzung korrigiert Phillips-Kurve

Eine neue Studie der Cleveland Fed integriert monopsonistische Lohnsetzung in DSGE-Modelle. Dies verbessert die Beschreibung der Inflationsdynamik und identifiziert erstmals Arbeitsnachfrageschocks.

Arbeitsnachfrage-Schocks neu identifiziert

Das Working Paper von Takushi Kurozumi (Bank of Japan) und Willem Van Zandweghe (Federal Reserve Bank of Cleveland) führt die monopsonistische Lohnsetzung von Unternehmen in ein Standard-DSGE-Modell ein.

Diese Innovation ermöglicht die Identifizierung von Lohnabschlagschocks als eigenständige Arbeitsnachfrageschocks, ein Merkmal, das in traditionellen Modellen fehlt.

Das neue Modell übertrifft empirisch sein Standard-Pendant, insbesondere bei der Erklärung der US-Konjunkturzyklen und Inflationsdynamik.

Diese verbesserte Leistung beruht auf der separaten Identifizierung von Arbeitsnachfrage- und -angebotschocks, was eine langjährige Kritik an DSGE-Modellen adressiert.

Die Autoren betonen, dass die verfeinerte Messung der realen Grenzkosten, die sich aus der Zerlegung der realen Lohnstückkosten ergibt, die Fähigkeit der Phillips-Kurve, die Inflationsdynamik zu beschreiben, erheblich verbessert.

Marginalkosten neu definiert

Empirische Forschung hatte bisher Schwierigkeiten, die Beziehung zwischen Inflation und realen Grenzkosten zu erklären, oft unter Verwendung der realen Lohnstückkosten als Proxy.

Standardmodelle mussten Inflation häufig mit Preisaufschlagschocks erklären.

Das neue Modell zerlegt die realen Lohnstückkosten nicht nur in reale Grenzkosten, sondern auch in einen variablen Lohnabschlag.

Diese verfeinerte Messung der realen Grenzkosten korreliert stark mit den Inflationsdaten und verbessert die Erklärung der Inflationsdynamik, wodurch die Notwendigkeit von Preisaufschlagschocks reduziert wird.

Die Studie beleuchtet zudem die 'Labor Wedge', indem sie die Firmenkomponente (den Abstand zwischen dem Grenzprodukt der Arbeit und dem Reallohn) in reale Grenzkosten und den Lohnabschlag aufteilt.

Ein längst überfälliger Schritt

Diese Studie ist ein wichtiger Schritt, um die Phillips-Kurve realistischer zu gestalten und eine konsistentere Erklärung für Inflationsdynamiken zu liefern.

Die Integration monopsonistischer Lohnsetzung schließt eine Lücke in der Modellierung der Arbeitsmärkte und verbessert die empirische Passung erheblich.

Für Zentralbanken bedeutet dies präzisere Modelle zur Bewertung von Arbeitsmarktschocks und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik.