Harmonisierte ISO 20022-Daten für effizientere grenzüberschreitende Zahlungen
Ein aktualisierter Bericht des Ausschusses für Zahlungs- und Marktinfrastrukturen (CPMI) definiert harmonisierte ISO 20022-Datenanforderungen. Ziel ist die Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen im Rahmen der G20-Roadmap.
Standardisierung gegen fragmentierte Zahlungsströme
Die harmonisierten ISO 20022-Datenanforderungen des CPMI sind ein zentrales Element der G20-Roadmap zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen.
ISO 20022, ein internationaler Finanznachrichtenstandard, ermöglicht konsistentere und strukturiertere Daten in der Zahlungsabwicklung.
Der Bericht bietet Leitlinien für Zahlungsdienstleister im öffentlichen und privaten Sektor, um den Standard einheitlich zu implementieren und die G20-Ziele – schnellere, günstigere, zugänglichere und transparentere grenzüberschreitende Zahlungen – zu erreichen.
Die Fragmentierung und der uneinheitliche Einsatz von Nachrichtenstandards stellen weiterhin ein großes Hindernis dar.
Obwohl ISO 20022 weltweit zunehmend als gemeinsamer Standard angenommen wird, könnte die Variabilität in seiner Implementierung die Vorteile untergraben.
Eine konsequente Anwendung der Harmonisierungsanforderungen ist entscheidend, um die Interoperabilität zu fördern und die Effizienz zu steigern.
Der Bericht betont, dass diese Anforderungen keine regulatorischen Vorgaben sind, sondern Empfehlungen zur Förderung konsistenter Praktiken.
Kontinuierliche Anpassung und globale Kooperation
Die vorliegende Publikation ist eine Aktualisierung des ursprünglichen CPMI-Berichts vom Oktober 2023. Sie berücksichtigt seitherige Standardisierungs- und Regulierungsentwicklungen und bietet Klarstellungen, die von Marktteilnehmern angefragt wurden.
Die Harmonisierungsanforderungen wurden unter der Leitung des CPMI und der Payments Market Practice Group (PMPG) entwickelt.
Marktteilnehmer haben bis Ende 2027 Zeit, ihre Praktiken an die Anforderungen anzupassen.
Das CPMI wird die Anforderungen mindestens bis Ende 2027 pflegen und hat ein gemeinsames Gremium mit globalen Marktpraxisgruppen eingerichtet, um die Wartung und weltweite Akzeptanz zu unterstützen.
Ambition trifft auf Implementierungsrealität
Die Initiative ist ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des globalen Zahlungsverkehrs, doch ihr Erfolg hängt maßgeblich von der freiwilligen, konsequenten Umsetzung ab.
Ohne breite Akzeptanz droht eine weitere Fragmentierung, die die angestrebten Vorteile zunichtemachen würde.
Die Herausforderung liegt nun darin, die Ambition der G20-Roadmap in die operative Realität der Finanzinstitute zu übersetzen.