Fluten beeinträchtigen Banken: Kollateralwert entscheidend
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Fluten beeinträchtigen Banken: Kollateralwert entscheidend

Eine Studie der Bank of Japan zeigt: Flutkatastrophen beeinträchtigen die Finanzlage von Banken, insbesondere durch den Wertverlust von Sicherheiten. Die Auswirkungen sind bisher jedoch begrenzt.

Kollateralwert als zentraler Trans­mis­si­ons­rie­men

Flutkatastrophen beeinträchtigen die Finanzlage von Banken, wie eine Studie der Bank of Japan belegt.

Dies zeigt sich in höheren Quoten notleidender Kredite (NPL-Quoten), gestiegenen Kreditkosten und einer reduzierten Eigenkapitalrendite (ROA).

Die geschätzten Auswirkungen sind jedoch im Verhältnis zu den durchschnittlichen Niveaus wirtschaftlich gering, was auf einen bisher begrenzten quantitativen Einfluss hindeutet.

Gleichzeitig weiten Banken in betroffenen Regionen ihre Kreditvergabe aus, um den Bedarf für Wiederaufbau und Liquidität zu decken.

Die Studie hebt hervor, dass Banken, die Regionen mit stark fallenden Grundstückspreisen ausgesetzt sind, größere Einbußen in ihrer finanziellen Performance und eine verhaltenere Kreditausweitung erleben.

Diese Effekte sind besonders ausgeprägt bei Instituten mit vielen durch Immobilien besicherten Krediten.

Der Wertverlust von Sicherheiten erweist sich somit als zentraler Übertragungskanal klimabedingter Risiken für den Bankensektor.

Japan als neues Untersuchungsfeld

Die Häufigkeit und Schwere wetterbedingter Katastrophen rückt deren wirtschaftliche Folgen und die Übertragung auf das Bankensystem verstärkt in den Fokus.

Theoretisch können solche Ereignisse die Finanzlage von Banken schwächen, etwa durch eine Verschlechterung der Kreditnehmer-Performance oder sinkende Kollateralwerte.

Dem stehen jedoch gegenläufige Faktoren gegenüber, wie präventive Risikominderungsmaßnahmen der Banken oder ein erhöhter Kreditbedarf für den Wiederaufbau.

Die Studie leistet einen doppelten Beitrag: Sie liefert neue Evidenz zu den Auswirkungen wetterbedingter Gefahren auf Banken in Japan, da sich frühere Studien meist auf die USA oder Deutschland konzentrierten.

Zudem untersucht sie als erste explizit den Kollateral-Kanal als Übertragungsmechanismus zwischen Fluten und Bankenergebnissen, was für ein effektives Risikomanagement entscheidend ist.