ICT-Risikomanagement: Globale Bankenpraktiken analysiert
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ICT-Risikomanagement: Globale Bankenpraktiken analysiert

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat globale Praktiken im ICT-Risikomanagement untersucht. Der Bericht beschreibt eine Bandbreite von Ansätzen zur Bewältigung nicht-böswilliger ICT-Vorfälle bei systemrelevanten Banken und anderen Instituten.

Häufige Ursachen, bewährte Ansätze

Der Basler Ausschuss hat im Rahmen seines Arbeitsprogramms 2025–26 eine Analyse globaler Praktiken im ICT-Risikomanagement durchgeführt.

Einige Jurisdiktionen verzeichneten zwischen 2022 und 2024 einen Anstieg nicht-böswilliger ICT-Vorfälle, andere einen Rückgang, insbesondere zwischen 2023 und 2024.

Die Meldeanforderungen variieren jedoch stark.

Die häufigsten Ursachen für ICT-Vorfälle sind Lücken in der Änderungskontrolle, Mängel im Systemdesign, bei der Entwicklung und Prüfung, Probleme mit Systemkapazität und -leistung sowie operative Ausfälle externer Abhängigkeiten.

Zu den fünf am häufigsten genannten ICT-Risikomanagementpraktiken gehören das ICT-Änderungsmanagement, das Drittparteien-Risikomanagement, ICT-Kontinuitätstests, das ICT-Vorfalls- und Problemmanagement sowie das ICT-Projektmanagement und die Systementwicklung.

Diese Praktiken zielen darauf ab, Risiken aus Systemänderungen, der Abhängigkeit von Dritten und der Sicherstellung der Betriebsfortführung zu managen.

Re­gu­lie­rungs­rah­men und offene Baustellen

Alle befragten Jurisdiktionen verfügen über Vorschriften oder Leitlinien zum ICT-Risikomanagement, wobei die Bankenaufsichtsbehörden die primäre Zuständigkeit und Aufsicht behalten.

Sie verfolgen einen risikobasierten Ansatz, der Vor-Ort-Prüfungen und Off-Site-Bewertungen umfasst.

Dennoch stehen Banken vor erheblichen Herausforderungen: Es mangelt an Nachvollziehbarkeit von Geschäftsdiensten zu ICT-Assets und an der Vollständigkeit von Systemabhängigkeits-Mappings, auch bei Drittanbietern.

Ein akuter Talentmangel, insbesondere in den Bereichen Cybersicherheit, Cloud und KI/ML, wird durch den Wettbewerb mit der Technologiebranche verschärft.

Zudem haben Banken Schwierigkeiten, Transparenz über die Risikomanagementkontrollen ihrer Technologie-Dienstleister zu erhalten und ihre Drittanbieter-Konzentrationsrisiken zu managen.

Ein wichtiger Schritt, aber keine Revolution

Der Bericht des Basler Ausschusses liefert eine wertvolle Bestandsaufnahme der globalen Praktiken im ICT-Risikomanagement, offenbart aber auch hartnäckige Schwachstellen.

Während er gemeinsame Ansätze identifiziert, unterstreicht er die Notwendigkeit einer harmonisierteren Berichterstattung und tieferer Einblicke in Drittparteien-Risiken.

Die Erkenntnisse sind für Aufsichtsbehörden und Banken eine nützliche Referenz, zeigen aber auch, dass die digitale Resilienz ein fortlaufendes Ringen bleibt.