Zinsreagibilität japanischer Investitionen sinkt
Eine aktuelle Studie der Bank of Japan und BIS analysiert die Zinsreagibilität von Kapitalinvestitionen in Japan und weltweit. Sie stellt fest, dass die Sensitivität gegenüber Zinsänderungen global abnimmt.
Implikationen für Japans Geldpolitik
Nach der Rückkehr Japans zu einer konventionellen Geldpolitik im März 2024 ist das Verständnis der Zinsreagibilität von Kapitalinvestitionen entscheidend.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Übertragung von Zinsänderungen auf die Realwirtschaft, insbesondere auf Unternehmensinvestitionen, durch strukturelle Faktoren wie den Anstieg immaterieller Vermögenswerte und demografische Trends gedämpft sein könnte.
Dies impliziert, dass die Bank of Japan die Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Maßnahmen neu bewerten muss, da traditionelle Kanäle möglicherweise schwächer wirken als angenommen.
Die Erkenntnisse sind somit zentral für die künftige Gestaltung der Geldpolitik.
Wichtige Erkenntnisse für die BOJ-Politik
Diese Studie ist für einen Zentralbank-Intelligence-Dienst von höchster Relevanz (5), da sie direkt die Übertragungsmechanismen der Geldpolitik in Japan beleuchtet.
Die Erkenntnisse über die abnehmende Zinsreagibilität von Kapitalinvestitionen, insbesondere durch immaterielle Vermögenswerte und demografische Faktoren, liefern implizite Hinweise (3) auf die Herausforderungen bei der Steuerung der Wirtschaft nach der Normalisierung der Zinspolitik.
Sie unterstreicht die Notwendigkeit, strukturelle Veränderungen bei der Bewertung der geldpolitischen Wirksamkeit zu berücksichtigen.