Williams: US-Wirtschaft robust, Tarife verzögern Inflationsziel, Zinssenkungen erwartet
John C Williams, Präsident der New York Fed, sieht die US-Wirtschaft robust und erwartet trotz Tarifeffekten eine Rückkehr der Inflation zum Ziel. Er stellt weitere Zinssenkungen in Aussicht.
Widerstandsfähige Wirtschaft und gemischte Signale
John C Williams, Präsident der New York Fed, beschreibt die US-Wirtschaft als 'überraschend widerstandsfähig'.
Das reale BIP wuchs im vergangenen Jahr solide, und das Wachstum wird sich voraussichtlich beschleunigen.
Die Stärke der Konsumausgaben, insbesondere von Haushalten mit höherem Einkommen, ist ein wichtiger Treiber.
Gleichzeitig zeigen Haushalte mit niedrigerem Einkommen Anzeichen finanzieller Belastung, mit höheren Hypothekenausfallraten.
Der Arbeitsmarkt zeigte 2025 eine allmähliche Abschwächung, stabilisierte sich aber in den letzten Monaten.
Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2026 bei 4,3 Prozent.
Trotz positiver Entwicklungen bleibt es ein ungewöhnlicher Arbeitsmarkt mit geringer Einstellungs- und Entlassungsrate.
Umfragebasierte Indikatoren spiegeln eine pessimistischere Wahrnehmung wider, die Williams weiterhin beobachten will.
Tarife bremsen Inflationsziel, Ausblick bleibt optimistisch
Williams betont die Auswirkungen von Zöllen auf die Preisstabilität.
Er schätzt, dass diese 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte zur aktuellen Inflationsrate von 3 Prozent beigetragen und den Fortschritt zum 2-Prozent-Ziel gebremst haben.
Trotzdem sieht er ermutigende Trends: keine Zweitrundeneffekte, stabiles Lohnwachstum und verankerte Inflationserwartungen.
Er erwartet, dass Zölle einmalige Effekte haben und die Inflation später 2026 sinken wird.
Für 2026 prognostiziert Williams 2,5 Prozent BIP-Wachstum und 2,5 Prozent Inflation, die 2027 auf 2 Prozent fallen soll.
Weitere Senkungen des Leitzinses seien gerechtfertigt, um eine unbeabsichtigte Straffung der Geldpolitik zu verhindern.
Quelle: John C Williams: Two sides of a coin
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