Liquiditätsregulierung senkt Banken-Refinanzierungskosten
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Li­qui­di­täts­re­gu­lie­rung senkt Banken-Re­fi­nan­zie­rungs­kos­ten

Eine neue BIZ-Studie belegt einen kausalen Zusammenhang zwischen Liquiditätsregulierung und niedrigeren Refinanzierungskosten für Banken. Insbesondere bei längerfristigen Instrumenten sinken die Kosten stärker.

Kausaler Link zur Li­qui­di­täts­de­ckungs­quo­te

Die Forscher Iñaki Aldasoro, Sebastian Doerr und Haonan Zhou von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben einen kausalen Zusammenhang zwischen der Liquiditätsdeckungsquote (LCR) und den Refinanzierungskosten von Banken nachgewiesen.

Die LCR, ein Kernbestandteil von Basel III, verpflichtet Banken, ausreichend hochqualitative liquide Aktiva (HQLA) vorzuhalten.

Mittels einer Differenz-in-Differenzen-Analyse und granularer Instrumenten-Daten von Geldmarktfonds (MMFs) für US-Banken zwischen 2011 und 2015 konnten sie zeigen, dass Banken mit einer größeren LCR-Lücke vor der Regulierung einen stärkeren Rückgang ihrer Refinanzierungskosten im Großkundengeschäft verzeichneten.

Diese Identifikationsstrategie, die zeitlich variierende Faktoren auf Gläubiger-, Instrumenttyp- und makroökonomischer Ebene kontrolliert, stellt eine Innovation gegenüber früheren Studien dar und stützt die Annahme, dass Banken durch erhöhte Widerstandsfähigkeit geringere Risikoprämien zahlen müssen.

Längere Laufzeiten profitieren am stärksten

Die Ergebnisse zeigen, dass die Refinanzierungskosten bei längerfristigen Instrumenten stärker sinken.

So war der Rückgang der Zinssätze für Instrumente mit einer Laufzeit von 31 oder mehr Tagen doppelt so hoch wie für eintägige Instrumente.

Zudem verschieben Banken mit einer größeren LCR-Lücke ihre Kreditaufnahme von kurz- zu längerfristigen Verbindlichkeiten.

Diese Befunde stehen im Einklang mit etablierten Theorien zum Liquiditätsrisiko von Banken und der Marktdisziplin.

Die Studie untermauert das Argument, dass Bankenregulierung ihre Kosten für Intermediäre zumindest teilweise durch günstigere Refinanzierung ausgleichen kann.

Die Robustheit der Ergebnisse wurde durch zahlreiche alternative Spezifikationen und Stichproben bestätigt.

Regulierung zahlt sich aus

Die Studie liefert überzeugende kausale Evidenz für einen oft postulierten, aber schwer belegbaren Zusammenhang.

Sie stärkt das Argument, dass Liquiditätsregulierung nicht nur Kosten verursacht, sondern auch ökonomische Vorteile durch stabilere Finanzierung generiert.

Für Regulierer ist dies ein wichtiges Argument in der Debatte um die Kosten-Nutzen-Analyse von Basel III.

Quelle: Liquidity regulation and bank funding costs

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