De Guindos: EZB-Jahresbericht 2025 zeigt moderate Erholung
EZB-Vizepräsident Luis de Guindos präsentierte den Jahresbericht 2025 der Europäischen Zentralbank. Die Eurozone verzeichnete 2025 eine moderate Erholung mit 1,4 Prozent Wachstum und 2,1 Prozent Inflation.
Zinsanpassung im Zeichen der Erholung
Die Eurozone erlebte 2025 eine moderate und breit abgestützte Erholung, trotz eines herausfordernden globalen Umfelds.
Das Wachstum beschleunigte sich auf 1,4 Prozent für das Gesamtjahr, was die Resilienz der Wirtschaft unterstreicht.
Getragen wurde dies zunächst von starken Exporten, später von der Binnennachfrage, unterstützt durch einen robusten Arbeitsmarkt, eine sich moderierende Inflation und die Effekte der Zinssenkungen.
Der Disinflationsprozess verlief 2025 weitgehend planmäßig, mit einer durchschnittlichen Inflation von 2,1 Prozent in der Eurozone, nahe dem mittelfristigen Ziel der EZB von 2,0 Prozent.
Dieser Fortschritt und ein günstiger Inflationsausblick ermöglichten es dem EZB-Rat, den Einlagenzins bis Mitte 2025 um weitere 100 Basispunkte auf 2,0 Prozent zu senken, wo er seither verblieben ist.
Die im Jahr 2025 abgeschlossene Überprüfung der geldpolitischen Strategie der EZB bestätigte das symmetrische Zwei-Prozent-Inflationsziel und betonte die Notwendigkeit einer entschlossenen Reaktion auf große Abweichungen.
Die EZB bleibt auf ihr Mandat der Preisstabilität fokussiert.
Angesichts des Krieges im Nahen Osten und volatiler Energiemärkte ist die aktuelle Wirtschaftslage hochgradig unsicher.
Der EZB-Rat beschloss auf seiner jüngsten Sitzung letzte Woche, die Zinsen unverändert zu lassen und die Entwicklungen sorgfältig zu überwachen.
Breite Agenda für ein starkes Europa
Die EZB trug 2025 maßgeblich zur Stärkung der Wirtschafts- und Währungsunion bei.
Das Projekt des digitalen Euro ging in die nächste Phase, fokussiert auf technische Bereitschaft und Gesetzgebung für einen Pilotversuch 2027 und eine potenzielle erste Emission 2029.
Auch ein moderner Bargeldrahmen und neue Euro-Banknoten wurden vorangetrieben.
Eine Strategie für ein tokenisiertes europäisches Finanzökosystem zur Förderung von Effizienz und Innovation wurde entwickelt.
Zudem stärkte die EZB den regulatorischen Rahmen und die Spar- und Investitionsunion, entscheidend für Finanzstabilität und Kapitalallokation.
Beiträge erfolgten durch Stellungnahmen und Analysen.
Die Vollendung der Bankenunion bleibt ein wichtiges Ziel.
Schließlich beteiligte sich die EZB an der Vereinfachung des Regulierungs- und Berichtswesens für Banken.