McMunn: Fondssektor braucht Resilienz und Innovation
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McMunn: Fondssektor braucht Resilienz und Innovation

Mary-Elizabeth McMunn, stellvertretende Gouverneurin der irischen Zentralbank, betont die Bedeutung von Resilienz und Innovation im Fondssektor. Geopolitische Risiken und technologische Transformationen prägen das Umfeld.

Irlands Fondssektor im globalen Wandel

Der irische Fondssektor hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Schwergewicht entwickelt.

Die verwalteten Vermögenswerte stiegen von rund 1,6 Billionen Euro in 6.000 Fonds auf heute etwa 5,6 Billionen Euro in über 9.000 Fonds.

Damit ist Irland der drittgrößte Fondsstandort weltweit.

Diese Erfolgsgeschichte ist das Ergebnis jahrzehntelanger Investitionen in rechtliche und regulatorische Infrastruktur sowie Humankapital.

Doch mit dieser globalen Bedeutung gehen auch globale Verantwortlichkeiten einher, insbesondere angesichts geopolitischer Verschiebungen, technologischer Transformationen und sich wandelnder Anlegererwartungen.

Diese Kräfte erfordern eine kontinuierliche Anpassung und Stärkung der Resilienz des Sektors, um seine wichtige Rolle national und international zu sichern.

KI und Tokenisierung als doppelte Transformation

Künstliche Intelligenz und Tokenisierung prägen die technologische Transformation im Finanzsektor.

KI bietet enorme Möglichkeiten für Portfoliomanagement, Risikobewertung und Compliance, wirft aber auch Fragen zu Erklärbarkeit, Verantwortlichkeit und operationeller Resilienz auf.

Die menschliche Aufsicht bleibt dabei entscheidend.

Tokenisierung verspricht Effizienzsteigerungen bei der Abwicklung, erhöhte Transparenz und breiteren Zugang zu Investitionsmöglichkeiten.

Die irische Zentralbank engagiert sich proaktiv in diesen Entwicklungen und betont, dass der regulatorische Rahmen technologie-neutral sein muss: Gleiche Risiken erfordern gleiche regulatorische Behandlung, unabhängig von der verwendeten Technologie.

Resilienz ist mehr als Liquidität

Die wahre Resilienz eines Fondssektors zeigt sich nicht in ruhigen Zeiten, sondern unter extremem Stress.

Es ist entscheidend, dass Governance-Strukturen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern auch in Krisen schnelle und fundierte Entscheidungen ermöglichen.

Ohne diese tiefgreifende Anpassung an ein erweitertes Risikospektrum bleiben viele Bemühungen zur Stärkung der Finanzstabilität unzureichend.