McMunn: Finanzdienstleistungen in fragmentierter Welt
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McMunn: Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen in fragmentierter Welt

Mary-Elizabeth McMunn, stellvertretende Gouverneurin der Zentralbank Irlands, beleuchtet Chancen und Verantwortlichkeiten internationaler Finanzdienstleistungen in einer Zeit der Fragmentierung. Sie betont die Notwendigkeit robuster Regulierung und risikobasierter Aufsicht.

Globale Verantwortung in fragmentierten Zeiten

Mary-Elizabeth McMunn, stellvertretende Gouverneurin für Finanzregulierung der Zentralbank Irlands, betont die globale Verantwortung der Institution in einem bedeutenden internationalen Finanzzentrum.

Der irische Finanzsektor ist in den letzten zehn Jahren rasant gewachsen, wurde komplexer, digitaler und internationaler und dient als wichtiger EU-Hub für Fintech und Zahlungsdienstleistungen.

Trotz des Narrativs der Fragmentierung bleibt das globale Finanzsystem hochgradig vernetzt.

Die Zentralbank Irlands bekennt sich vollumfänglich zum globalen Regulierungsrahmen und zur internationalen Aufsichtskooperation.

McMunn fordert Finanzunternehmen auf, über den regulatorischen und politischen Zyklus hinaus zu denken und Konvergenz statt Divergenz zu fördern.

Dies bedeute, eine längerfristige Perspektive einzunehmen und international die besten Standards anzuwenden, anstatt sich auf die niedrigsten lokalen Standards zu beschränken.

Hohe Standards und Resilienz seien von unschätzbarem Wert, wobei internationale Tochtergesellschaften durch Best Practices auf Gruppenebene positive Auswirkungen erzielen könnten.

Lokale Substanz in globalen Gruppen

Die Zentralbank Irlands erkennt die kommerziellen Implikationen der Zugehörigkeit zu internationalen Finanzgruppen an.

Dennoch müssen in Irland ansässige Tochtergesellschaften hohen Standards und einer risikobasierten Aufsicht unterliegen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Dies umfasst finanzielle und operative Resilienz sowie eine starke Governance und ein effektives Risikomanagement, um die Substanzialität und ausreichende Unabhängigkeit der lokalen Einheit zu gewährleisten.

Der Zugang zu globalen Netzwerken und Best Practices bietet Vorteile, doch die irischen Niederlassungen tragen die Verantwortung, substanziell und gut geführt zu sein.

Das Nutzen von Gruppenressourcen darf die Unabhängigkeit des lokalen Vorstands nicht gefährden oder unzureichend gemanagte Interessenkonflikte schaffen.

Dieser Grundsatz der Regulierung gewinnt angesichts globaler Fragmentierung und schneller Innovation an Bedeutung.

Vereinfachung als Daueraufgabe

Die Herausforderungen durch Fragmentierung und technologischen Wandel sind enorm, wie die stellvertretende Gouverneurin selbst einräumt.

Obwohl die Zentralbank Irlands ihre Prozesse strafft und auf Vereinfachung setzt, bleibt die Anpassung an ein sich ständig wandelndes Umfeld eine Herkulesaufgabe.

Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob die Balance zwischen Effizienz und der Wahrung hoher Standards gelingt.