Atingi-Ego fordert Ugandas Führungsrolle bei virtuellen Assets
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Atingi-Ego fordert Ugandas Führungsrolle bei virtuellen Assets

Michael Atingi-Ego, Gouverneur der Bank von Uganda, skizziert Ugandas Strategie für die Regulierung virtueller Assets. Ziel ist eine Führungsrolle als regionaler Hub, trotz Kenias Vorsprung.

Vorsicht statt Zögern: Ugandas Weg bei virtuellen Assets

Uganda verfolgt bei virtuellen Assets einen Kurs der Vorsicht, nicht des Zögerns.

"Unsere Haltung war nicht Zögern, sondern Umsicht," erklärte Gouverneur Atingi-Ego.

Die öffentliche Warnung vor Kryptowährungen als nicht-legales Zahlungsmittel diente dem Schutz der Bürger.

Eine umfassende nationale Risikoanalyse der Financial Intelligence Authority ergab, dass 84,5 Prozent der virtuellen Asset-Aktivitäten in Uganda auf dezentralen Plattformen stattfinden – deutlich über dem subsaharischen Durchschnitt von 63,8 Prozent.

Dies erschwert die Aufsicht und den Konsumentenschutz erheblich.

Zudem bergen Stablecoins, die für Überweisungen genutzt werden, Währungsrisiken und fördern die monetäre Substitution des Uganda-Schillings.

Kenias Vorbild: Sechs Säulen für Ugandas Regulierung

Uganda lernt aus Kenias Erfahrungen: Das Nachbarland implementierte am 4. November 2025 ein umfassendes Gesetz für virtuelle Assets mit funktionaler Regulierung.

Für Uganda schlägt Atingi-Ego sechs Säulen vor: strenge Lizenzierung, Schutz von Kundenvermögen, AML/CFT-Compliance, Cybersicherheit, Marktintegrität und Transparenz.

Diese Prinzipien sollen ein sicheres Ökosystem schaffen.

Regulatorische Sandboxes stehen Innovatoren bereits zur Verfügung, um Erfahrungen vor der Gesetzgebung zu sammeln.