Atingi-Ego: Ugandas 500-Milliarden-Dollar-Wirtschaft braucht Geduld und Partnerschaft
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Atingi-Ego: Ugandas 500-Milliarden-Dollar-Wirtschaft braucht Geduld und Partnerschaft

Ugandas Wirtschaft soll bis 2040 auf 500 Milliarden US-Dollar wachsen. Bank-of-Uganda-Gouverneur Michael Atingi-Ego betont die Notwendigkeit von Geduld, Partnerschaft und Finanzierung in großem Maßstab.

500 Milliarden Dollar bis 2040: Eine operationelle Herausforderung

Uganda verfolgt mit der 'Tenfold Growth Strategy' das ehrgeizige Ziel, seine Wirtschaft bis 2040 auf 500 Milliarden US-Dollar zu verzehnfachen.

Dieses Vorhaben ist keine bloße Rhetorik, sondern eine operationelle Herausforderung, die eine grundlegende Neuausrichtung der Finanzmobilisierung und -bereitstellung erfordert.

Die Strategie konzentriert sich auf die ATMS-Säulen: Agro-Industrialisierung, Tourismus, Mineralentwicklung sowie Wissenschaft, Technologie und Innovation – Sektoren mit hohem Export-, Produktivitäts- und Beschäftigungspotenzial.

Die Finanzierung dieser Transformation erfordert drei Elemente: Umfang, Geduld und Partnerschaft.

Umfang, weil die notwendigen Investitionen groß, langfristig und kapitalintensiv sind.

Geduld, da Transformation nicht mit kurzfristigem Kapital finanziert werden kann.

Es bedarf langfristiger, risikoteilender und angemessen bepreister Finanzierungen, die produktivitätssteigernde Investitionen über die Zeit unterstützen.

Stabilität als Enabler der Transformation

Die Bank von Uganda sieht ihre Rolle in diesem kollektiven Vorhaben dreifach.

Erstens wird sie die makroökonomische und finanzielle Stabilität gewährleisten.

Dies bleibt ihr nicht verhandelbares Mandat und die Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Kern ist die Preisstabilität, mit einem Inflationsziel von 5 Prozent, das Haushalte schützt und Investoren ein planbares Umfeld bietet.

Zweitens wird die Bank verantwortungsvolle Innovationen ermöglichen.

Prudenzielle Rahmenwerke sollen den Umfang unterstützen und gleichzeitig die Solidität wahren.

Regulierung muss fest, aber verhältnismäßig und marktfördernd bleiben.

Drittens wird sie als Katalysator für bankfähige Projekte agieren, indem sie mit Regierung und Partnern die Lücke bei investitionsbereiten Projekten schließt.

Risikoteilung für nachhaltigen Fortschritt

Die Forderungen an Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (DFIs) sind entscheidend, um Ugandas Wachstumsstrategie zu realisieren, besonders durch Risikoteilung und technische Unterstützung.

Ohne diese gezielte Förderung bankfähiger Projekte und systemstärkender Investitionen bleibt die Transformation ein Wunschtraum.

Der Balanceakt zwischen Stabilität und Skalierung erfordert konsequente Partnerschaft und Disziplin.