KI-Technologie droht Einkommenskluft in den USA zu vergrößern
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KI-Technologie droht Einkommenskluft in den USA zu vergrößern

Fed-Gouverneur Michael S. Barr hat am 14. Juli 2026 vor den Risiken der künstlichen Intelligenz für die Einkommensverteilung gewarnt. Wenn KI-Gewinne bei wenigen Konzernen verbleiben, könnte die Technologie die gesellschaftliche Ungleichheit drastisch verschärfen.

Verdrängung oder Pro­duk­ti­vi­täts­schub

In den USA verdienten 2024 die obersten 20 Prozent der Haushalte 52 Prozent des Gesamteinkommens, während die untersten 20 Prozent lediglich 3 Prozent erhielten.

Beim Vermögen besitzen die untersten 50 Prozent weniger als 3 Prozent, während das oberste Zehntel 59 Prozent hält.

Vor diesem Hintergrund warnt Barr vor zwei extremen KI-Szenarien.

Einerseits drohe eine Verdrängung jüngerer sowie akademischer Arbeitskräfte und eine Machtkonzentration bei sogenannten Hyperscalern.

Hohe Kapitalanforderungen für Rechenleistung und Daten könnten die Erträge bei wenigen Konzernen bündeln.

Andererseits könnte KI als Produktivitätswerkzeug dienen: Studien belegen, dass KI die Bearbeitungszeit komplexer Aufgaben um 40 Prozent senkt und die Ergebnisqualität um 18 Prozent steigert.

Bildung als Schlüssel gegen Klumpenrisiken

Historische Technologieumbrüche wie die Einführung von Elektrizität oder dem Internet zeigten, dass gesellschaftlicher Wohlstand langfristig stieg, Übergangsphasen jedoch schwere Verwerfungen brachten.

Um Wohlstandsgewinne breit zu verteilen, fordert Barr politische Weichenstellungen außerhalb des Fed-Mandats.

Entscheidend seien der Zugang zu bezahlbarer Weiterbildung, Steuerpolitik sowie die Förderung von Wettbewerb.

Ohne Marktkonkurrenz und kontinuierliche Qualifizierung drohe KI bestehende Barrieren zu verfestigen, statt neue Beschäftigungsfelder zu schaffen.

Zahnloser Appell ohne eigene Handlungsoptionen

Barrs Analyse legt den Finger präzise in die Wunde der drohenden KI-Ungleichheit.

Der gebetsmühlenartige Verweis auf fremde Politikfelder offenbart jedoch die Hilflosigkeit der Fed.

Ohne eigene Instrumente zur Verteilungssteuerung bleiben solche Notenbank-Reden bloße Papiertiger.