Tamura: Japans Inflation wird hartnäckiger
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Tamura: Japans Inflation wird hartnäckiger

Naoki Tamura, Mitglied des Policy Board der Bank of Japan, sieht die Inflation in Japan in einen endogenen und hartnäckigen Zustand übergehen. Er erwartet, dass das Zwei-Prozent-Ziel bereits im Frühjahr erreicht werden könnte.

Wirt­schafts­pro­gno­sen im Schatten der US-Zölle

Die japanische Wirtschaft erholt sich moderat, trotz anfänglicher Schwäche.

Eine neue US-Zollpolitik im April des Vorjahres führte zu erheblicher Unsicherheit und einer deutlichen Abwärtskorrektur der BIP-Wachstumsprognosen der Bank of Japan.

Die Prognose für das reale BIP-Wachstum für das Fiskaljahr 2025 wurde von 1,1 Prozent auf 0,5 Prozent und für 2026 von 1,0 Prozent auf 0,7 Prozent gesenkt.

Nach Handelsabkommen mit den USA verringerte sich die Unsicherheit jedoch spürbar.

Die Geschäftsstimmung der Unternehmen blieb überraschend proaktiv, wie der Diffusion Index (DI) der Tankan-Umfrage zeigt.

Die IMF-Prognosen für das globale Wachstum wurden ebenfalls nach anfänglichen Senkungen wieder angehoben, was die Bank of Japan veranlasste, ihre eigenen BIP-Prognosen für 2025 und 2026 im Januar-Bericht wieder auf das Niveau vor der Zollankündigung anzuheben.

Japans Wirtschaft dürfte moderat weiterwachsen, gestützt durch die Erholung der Weltwirtschaft und staatliche Maßnahmen.

Tamuras Blick auf die hartnäckige Inflation

Die Kerninflation (ohne frische Lebensmittel) liegt in Japan bei rund 2,5 Prozent, beeinflusst durch steigende Lebensmittelpreise und die Weitergabe von Lohnsteigerungen.

Die Bank of Japan musste ihre Inflationsprognosen ebenfalls anpassen: Für das Fiskaljahr 2026 wurde die Prognose von 2,0 Prozent auf 1,7 Prozent gesenkt, da die US-Zollpolitik die Unternehmensgewinne und damit die Lohnsteigerungen beeinträchtigen könnte.

Angesichts der anhaltenden proaktiven Haltung der Unternehmen und der erwarteten Lohnsteigerungen für 2026 wurden die Inflationsprognosen im Januar-Bericht jedoch wieder auf das ursprüngliche Niveau angehoben.

Tamura glaubt, dass die Inflation in einen endogenen und hartnäckigen Zustand übergeht.

Er hält es für 'durchaus möglich', dass das Zwei-Prozent-Ziel bereits im Frühjahr erreicht werden könnte, wenn sich die Lohnentwicklung für das dritte Jahr in Folge als konsistent mit dem Ziel erweist.

Die zugrunde liegende Inflation liegt bereits bei etwa 2 Prozent.

Die Teuerungsrate ohne frische Lebensmittel liegt seit 45 Monaten über 2 Prozent.

Steigende Arbeitskosten und die Abwertung des Yen könnten die Preise weiter nach oben treiben.